Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 4. (Budapest 1952)

Győrfi, J.: Die Metiopus-Arten (Hym., Ichneumonidae) des Ungarischen Naturwissenschaflichen Museums

Die Metopius-Arten (Hym., Ichneumonidae) des Ungarischen Naturwissenschaftlichen Museums Von J . G y ő r f i , Sopron In der letzten Zeit hatte der Verfasser Gelegenheit, die an Arten und Typenreiche Metopius­Sammlung des Ung. Naturw. Museums zu bearbeiten. Über die Ergebnisse dieser Arbeit kann folgendes berichtet werden. Das Genus Metopius Panz. (Peltastes III.) gehört bekanntlich zum Tribus Metopiini der V. Sectio (Triphonides aspidopi) der Unterfamilie Tryphoninae (Farn. Ichneumonidae). Es stellt die einzige paläarktische 'Gattung dieses Tribus dar. Die Kennzeichen dieser an schönen Arten reichen Gattung sind : Kopf quer, kurz. Augen oval, Fühler kräftig, gerade, gegen Basis und Spitze schwach verschmälert. Gesicht mit schildförmiger Erhöhung. Mandibeln am Ende abgestuzt, seltener zweispitzig, das zweite Glied der Maxillarpalpen verdickt. Thorax gedrungen, matt. Schildchen vierseitig, flach oder höckerig, mit spitz vorstehenden. Hinterecken. Metathorax nicht oder undeutlich gefeldert. Flügel schmal, am Aussenrad oft verdunkelt. Areola gross, meistens quer viereckig, selten rhombisch. Beine kurz und kräftig. Hinterschenkel mehr oder minder ver­dickt, Mittelschienen nur mit einem Sporn ; Fussklauen einfach, Hinterleib sitzend, so breit wie der Thorax, mit grober aus Punkten und Langrissen bestehender Skulptur. Segmente quer, seltener fast quadratisch. Bohrer versteckt. $ $ haben 6 Bauchsegmente, an dem Bauchende findet sich eine Läng­spalte für den Austritt des Bohrers; das 7. Rückensegment ist kaum sichtbar. <$ £ haben 8 Bauchsegmente, das letzte Bauchsegment bildet eine Platte. Das 7. Rückensegment wenigstens halb so lang wie das 6. Segment. Die Metopius-Arten stimmen miteinander in ihrer Lebensweise überein : sie leben alle in Gross-Schmetterlingen. Sie beendigen ihre Entwicklung in der Wirtspuppe, sind also echte Puppenparasiten und als solche hauptsächlich Parar siten von Noctuiden, obwohl besonders die grösseren Arten sehr oft auch in Lasio­campiden schmarotzen. Die Imagines halten sich mit Vorliebe an Blüten auf, meistens an den Nährpflanzen des Wirtstieres. Der Verfasser hat sie sehr oft an den Blüten von Euphorbien beobachtet. Die meisten Metopius-Arten haben jährlich nur eine Generation, die kleineren Arten entwickeln dagegen jährlich zwei Generationen. Die Metopius-Arten sind über die ganze Erde verbreitet. Aus dem paläark­tischen Gebiet sind bisher 24 Arten und 2 Varietäten bekannt. Die meisten Arten und Individuen leben in Amerika. Clément teilte die paläarktischen Arten auf Grund der folgenden Kenn­zeichnen in vier Subgenera ein. ' Tabelle der Untergattungen (nach Clément) 1. Unterer 1 Mandibelzahn lang, die Mandibeln dadurch zweispitzig. Nervus recurrens im Vorderflügel mit zwei voneinander getrennten durchschei­11 Természettudományi évkönyv 1953—9957. 161

Next

/
Oldalképek
Tartalom