Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1952)

John, H.: Fünf neue Aphanocephalus-Arten (Col., Notiophygidae) aus Neu-Guinea

Fünf neue Aphanocephalus-Arten (Col., Notiophygidae) aus Neu-Guinea Von H. John (Bad Nauheim) (Mit 2 Abbildungen im Text und mit Tafel III) In den nicht determinierten Beständen des Ungarischen Naturwissenschaftlichen Museums in Budapest fanden sich in der Coll. L. В i r ó unter anderen 20 Vertreter der Gattung Aphano­cephalus Wo 11., die sämtlich den kleinen Formen der Gattung angehören. Die Determination ergab 5 neue Spezies, vier davon mit 4 Flecken auf den Elytren (2 auf jeder Elytre). Nun sind bisher schon 6 Arten mit 4 Flecken beschrieben worden. Es sind dies: 4-maculatus Matth., 4-notatus Grouv.., Lewisi John und crucifer John. Die Schwierigkeit einer exacten Determination nur nach der Beschreibung wächst daher erheblich. Ich habe deshalb jeder Beschreibung hinzugefügt, welche ausser dem Habitus­bild diejenigen Merkmale gibt, welche für jede Spezies- bestimmend sind. Ferner habe ich in Stichworten die Abweichungen derjenigen bereits beschriebenen Spezies hinzugefügt, mit denen Verwechselungen möglich sind. Hierbei konnten crucifer und Lewisi John sowie 4-plagiatus Grouv. fortgelassen werden, da sie eindeutug abweichen. Die in den Beschreibungen erwähnten »Pseudoporen« sind feine Perforationen der Elytren und gehören zu den Merkmalen der Familie der Notiophygidae ebenso wie die »Tuberkel­poren« der Seitenränder. Die Bezeichnung der Haare als »kurz« resp. »lang« steht im Gegensatz zu den Beschrei­bungen der Autoren, ergibt sich aber aus der Tatsache, dass Behaarung der Oberfläche Familien­merkmal ist. Bei den normal behaarten Arten von Aphanocephalus sind diese Haare so lang oder etwas länger als die Zwischenräume ihrer Einsatzpunkte. Bei vielen Arten sind sie jedoch mikroskopisch kurz und entgingen bisher der Beachtung. Mittellange Behaarung wurde bisher nicht festgestellt. Deshalb sind die Bezeichnungen der Autoren »unbehaart« resp. »kurz behaart« gleichzusetzen den hier gegebenen Worten »kurz behaart« resp. »lang behaart.« Bei einem Vergleich der beiden nov. spec, dilutus und infuscatus ergibt sich, abgesehen von der Zeichnung der Elytren, eine so grosse Übereinstimmung im Habitus und in Einzelheiten, dass die Vermutung naheliegt, beide stünden in einer engeren Verwandschaft zueinander. Doch lässt sich bei Vertretern der Gattung Aphanocephalus aus äusseren Ähnlichkeiten kein Rückschluss ziehen, ob ein solches Verhältnis vorliegt oder nicht. Auch hier entschied die Unter­suchung der Genitalorgane eindeutig, dass beide eigne Spezies sind. Aphanocephalus bisbipunctatus sp. nov. (Abb.: Taf. III., Fig. la — с) Lang und abstehend behaart. Die Oberfläche ist schwarz glänzend, auf jeder Elytre befinden sich 2 dunkle, rötliche Flecke, deren vorderer quer liegt. Das Pronotum ist sehr fein punktiert, die Grübchen, aus denen die Haare ent­springen, sind nur wenig grösser als die Basis dieser Haare. Das gleiche gilt für die Elytren, auf denen die mehrfach grösseren Pseudoporen locker dazwischen gestreut sind und oft eine ovale Form zeigen. Am Seitenrand des Pronotums ist die Partie um die basale Tuberkelpore aufgetrieben und die Porenöffnung leigt auf einer länglichen Verbreitung der Randleiste. Von hier ab biegt die Randlinie im stumpfen Winkel zur basalen Ecke um. Die apikale Tuberkelpore liegt auf einer nach vorn ge­wendeten Abplattung der Randleiste, sie ist daher von oben nicht zu sehen. Der schwarzbraune Kopf besitzt eine hell gelbbraune Oberlippe, die dtyikel gefärbten Fühler haben eine grosse Keule. Die einzelnen Haare der Oberfläche sind sehr dünn und farblos. — Grösse : 1,6 x 1,2 mm. 5* 67

Next

/
Oldalképek
Tartalom