Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1952)
Andrássy, I.: Freilebende Nematoden aus dem Bükk-Gebirge
Masse: Ç, (n = 8), L = 0,546-0,759 mm, a = 19-36,6, b = 3,9-4,5, с = 8-12 7 V = 52,7-57,2%. Kutikula längsgestreift. Mundhöhle 1/7—1/9,5 der gesamten Ösophaguslänge, bei jungen Tieren länger und schmäler. Für diese Art ist es sehr charaktei istisch, dass der Vorderteil des Ösophagus in der Mitte keine Erweiterung zeigt, das Rectum 3—3,4mal so lang wie die Analbieite ist und dass die weiblichen Gonaden langgestreckt sind. Ich fand 8 Weibchen mit je 1 oder 2 Eiern. Eigrösse 47,6—56,0 /гx 28,0—28,8 /л. Männchen wurden nicht gefunden. Rh. dolichura ist eine weit verbreitete, im Erdboden, in faulenden Abfällen und im Dünger lebende Art. Sie wurde zum erstenmal von A. Schneider (1856, p. 315.) erwähnt, der sie als eine Zwitter betrachtete, da er immer nur Weibchen ohne Spermien in den Unteri sah. A. Schneider benannte die Art als Leptodera dolichura, gab aber keine Beschreibung, weil er sie wegen des Fehlens der Männchen nicht wiederzuerkennen glaubte. Er bildete deshalb nur den Kopf und den Schwanz ab. Mit diesen Abbildungen konnte nun В üt sc h 1 i (1873) eine von ihn gefundene Art identifizieren und gab unter Beibehaltung des Schneide r'schen Artnamens eine ausführliche Beschreibung der Art. Unter dem Namen Rhabdilis janeti Lac. D u t h. bespricht de Man (1894) eine Art, deren Larve in den Schlunddrüsen von Formica ruf a lebt, während die erwachsene Form freilebend ist. Die Beschreibung von d e M a n stimmt mit der von Rh. dolichura (A.Schneider) völlig, überein, weshalb ich sie mit der Art von A. Schneider synonymisiere. 52. Rhabditis sp. (Abbildung 19 a-b.) Fundort : 81 (1 <J). Masse : (J, L = 0,578 mm, a = 24,1, b = 4, с = 24,1. Kopfende mit wenig deutlichen Lippen, mit je zwei Papillen. Kutikula glatt und dünn. Mundhöhle lang, 16,6 /л, 1/9 de r gesamten Ösophaguslänge, ohne Manschette. Ihr Hinterende sehr wenig verschmälert. Ösophagus lang, Vorderteil zylindrisch, mit gut entwickelter Anschwellung in der Mitte. Endbulbus rundlich. Darmbeginn mit magenartig erweitertem Lumen. Hoden lang, umgeschlagen. Schwanz kurz, konisch, spitzig endigend. Bursa schwanzumfassend, mit 8 Paar Papillen ; diese bilden keine ausgeprägten Gruppen ; 2 Paar präanal, 6 Paar postanal. Eigentlich erreicht nur das erste Papillenpaar den Rand der Bursa, 5. und 8. Paar steht sehr nahe. 7. Papillenpaar am kürzesten. Spicula 24,0 ^ lang, proximal geknöpft, distal zugespitzt. Gubernaculum 10,9 /л lang, dünn, proximal etwas gebogen. Wegen der Bildung des Schwanzes steht dieses Männchen Rh. dolichura (A.Schneider) am nächsten, ist aber von dieser Art dadurch gut zu trennen, dass der Ösophagus eine wohl entwickelte Anschwellung in seinem Mittelteil besitzt, die Zahl der Bursalpapillen 8 Paar beträgt (bei Rh. dolichura 9) und die Spicula abweichend gestaltet sind. Auch Rh. oxyuris (Claus) besitzt 8 Bursalpapillen, doch unterscheidet sich das vorliegende Männchen von dieser Art dadurch, dass die Kutikula nicht geringelt, die Mundhöhle kleiner ist und die Form der Spikula sowie die Anordnung der Papillen abweichend gestaltet ist. Ich fand dieses Männchen im Mulm auf der Erd^ in einem Buchenwald, in Gesellschaft saprophyter Arten. 53. Rhabditis elongata (A. Schneider 1866.) Fundort : 97 (1 Ç, 1 juv). Masse : L = 0,991 mm, а = 32,2, b = 4,7, с = 4,4, V = 46,3%. Mundhöhle und Ösophagus lang. Schwanz stark verjüngt. 7 Eier in den Uteri, in welchen ziemlich gut entwickelte Embryonen vorhanden waren. Diese Art ist weit verbreitet und lebt meist in Dünger. Im Bükk-Gebirge sammelte ich sie nur an einem einzigen Fundort im gelben Wasser einer Buchenhöhle, im Mai. Rh. elongata (A. Schneider) ist für die Fauna Ungarns neu. 41