Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1952)

Andrássy, I.: Freilebende Nematoden aus dem Bükk-Gebirge

Form der Mundhöhle, bezw. der Zähne stimmten beide Männchen mit denen von M. muscorum überein, waren aber viel kleiner und etwas plumper, als sie von W. Schneider beschrieben wurden (L = 2,160—-2,238 mm, a =36—37). M. muscorum (D u j a r d i n) ist in ganz Europa und Nordamerika verbreitet, terrikol. Die Art ist sehr nahe verwandt mit M. papillatus Bastian und M. spectabilis Ditl'evsen. Alle drei Arten scheinen bezüglich des Körperbaues in einigen Punkten miteinander übereinzu­stimmen, allmählich ineinander überzugehen. Solche Übergänge finden sich im Bau der Mund­höhle, bezw. der Zähne und in der Schwanzform ; die Männchen unterscheiden sich voneinander nur durch kleinere Merkmale. Soós (1936) betrachtet M. papillatus als die junge Form von M. muscorum und erklärt das Fehlen, bezw. die schwache Entwickelung der Subventralzähnchen durch abweichende Ernährung. Diese Frage ist aber noch nicht entschieden, doch ist es sehr leicht möglich, dass diese drei Arten, oder zumindest M. papillatus und M. muscorum zu einer Art zusammengezogen werden müssen. Sind sie aber selbständige Arten, so stehen sie einander sehr nahe und stimmen auch in ihrer Lebensweise mehr oder weniger überein. Ich fand M. muscorum im Bükk-Gebirge in 16 Proben. Nur einmal sammelte ich ihn im Mulm neben einem morschen Baumstrunk, die übrigen Exemplare wurden immer in Moos­polstern (auch in Lebermoosen) an Baumstämmen und auf Steinen gefunden. In Ungarn ist M. muscorum nach den Angaben von Soós (1940) eine sehr häufige, moosbewohnende Form, mit räuberischer Lebe.uweise. Ich konnte sie be, der Jagd auf Tardigraden beobachten. In einem Falle sah ich, wie ein Weibchen in ein anderes erwachsenes Weibchen hineinbiss, worauf sich das letztere durch Loslassen des von ihm schon ergriffenen Bärtierchens rettete. Die jungen Tiere wurden im Frühling und Spätsommer, bezw. Herbst gefunden, einmal sogar im Februar (Probe 127 ). 30. Mononchus papillatus Bastian 1865. (Abbildung 10.) Fundort : 30 (1 $). » Masse : L = 1,686 mm, a = 30,1, b = 4,0, " = 16,7, V = 64,3%. Es wurde nur ein einziges Weibchen dieser Art gefunden, das sich von M. muscorum durch die geringere Grösse, den spitzigeren Schwanz und die sehr schwach entwickelten Subventralzähnchen unterscheidet. Mundhöhlenlänge 33,6 [л, Breite 18,2 /л. Körper am Ösophagusende fast 2mal breiter als der Kopf. Öffnung des Seitenorgans vor dem Dorsalzahn gelegen: Darm mit erweitertem Lumen. Darm­'zellen fünfeckig. Vulva nicht chitim'siert, Ovarien kurz, ohne Eier. Rectum kurz, etwas kleiner als die anale Breite. M. papillatus Bastian ist eine sehr weit verbreitete, kosmopolitische Art, die meist terrikol, seltener aquatil lebt. Im Moos häufig. Im Bükk-Gebirge wurde auch das vorliegende Exemplar in einem Moospolster auf Schiefergestein gesammelt. Die Art scheint in Ungarn seltener zu sein als M. muscorum. 31. Achromadora ruricola (de Man 1880.) Fundort : 27 (1 Ç, 2 juv). Masse : Ç, L = 0,438 mm, а = 22,8, b = 5,1, с = 9,1, Vi 48,1%. Die von mir gefundenen Exemplare stimmen vollkommen mit der typischen Art überein. Seitenorgan gross, am Ende der Mundhöhle gelegen. Enddarm kurz, etwa so lang wie die Analbreite. Schwanzröhrchgn lang, 4 /л. Weibchen ohne Eier. Diese Art ist weit verbreitet und kosmopolitisch, kommt in Süsswasser und auch in feuchter Erde vor. Im Bükk-Gebirge fand ich die Exemplare im mit Humus durchsetztem Mulm auf einem Felsen neben dem Rocska-Bach, im August, in Gesellschaft terrikoler Arten. D i e Art ist für die Fauna Ungarns neu. 32. Wilsonema auriculatum (B ü t s с h 1 i 1873.) Fundorte : 30 (2 $), 39 (2 juv), 59 (1 $), 65 (4 Ç), 79 (1 $), 84 (1 juv), 85 (1 $), 86 (1 Ç), 89(1 Ç), 98(1 Ç), 109(1 $). Insgesamt 13 3 juv^ Masse: ? (n = 6), L = 0,327-0,470 mm, a = 13-17, b = 3,4-4,0, с = 8,0-12,3, V = 51,0-54,0%. 31

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