Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1952)
Győrfi, J.: Notizen über das Genus Pachyceras Rtzb. (Hymenoptera, Chalcidoidea)
deutlich gegliedert. Kopf verhältnissmässig gross, doch sind die Mundteile sehr klein und nur der Mandibelzahn erscheint stärker chitinisiert (Abb. 1. C). Die Larve entwickelt sich sehr schnell. Die Arten der Gattung Pachyceras besitzen jährlich zwei, mitunter drei Generationen. Die erste Generation fliegt in den Monaten April —Mai, die zweite von August —September. Die dritte Generation erscheint vom Wetter abhängig, Ende September. In diesem ausserordentlichen Falle treten auch die Imagines der beiden ersten Generationen früher, undzwar im April, bezw. Juni, die der dritten Generation Ende September auf. Die Arten der Gattung Pachyceras passen sich streng der Flugzeit der Wirte an, an welchen sie leben. Die Imagines der Borkenkäfer fliegen also, so wie die der Schlupfwespen gleichzeitig, oder fast zur selben Zeit. Sie sind — gleich ihren Wirten — Bewohner von Mischwäldern, doch kommen sie in reinen Nadelwäldern ebenso häufig vor und leben meist in den gemässigten oder kälteren Zonen. Wir unterscheiden die paläarktischen Arten nach folgenden Merkmalen : 1. Legebohrer fast halb so lang, wie das Abdomen, oder sogar länger. Basis des Abdomens der Männchen gelb oder braun 2 — Legebohrer nur ein Drittel der Abdomenlänge oder manchmal etwas mehr 4 2. Metallischgrün, Fühlerschaft und Beine braun, schwach angeräuchert. 2,2—3,2 mm xylophagorum R a t z b. $ <$ — Blauschwärzlich, wenigstens die Hinterschenkel dunkel 3 3. Mehr metallischblau. 1,6—2 mm eccoptogastri Ratzb. $ <J. . — Fast schwarz. 4,5 mm typographi sp. n. ? 4. Fühler schwarz. Schwärzlichgrün oder schwärzlichblau. 2,7—3 mm.mirus Walk. ? — Fühler hell gelblichbraun. Griin. 3 mm brevicornis T h о m s. ? 1. Pachyceras xylophagorum Ratzb. $ c? Pachyceras xylophagorum Ratzeburg: Die Ichneumonen der Forstinsecten Bd. I. 1844. p. 218. Roptrocerus xylophagorum Ratzeburg: Die Ichneumonen der Forstinsecten Bd. II. 1848. p. 209. Roptrocerus xylophagorum Ratzeburg: Die Ichneumonen der Forstinsecten Bd. III. 1852. p. 246. Roptrocerus xylophagorum G i r a n d, Ann. Soc. Ent. France (5) II. 1872. Bull. p. X. n. 3. »1—1 lang (ohne Bohrer), ziemlich gestreckt. Rn. fast von halber Länge des Dn. Metathorox ziemlich flach, fast etwas gekielt, fein runzlig, mit sehr deutlichem Stigma. Hinterleib sitzend, so lang, wie "Rumpf, seitlich zusammengedrückt, auf der oberen schmalen Fläche etwas eingefallen, unten scharf gekielt. Legebohrer halb oder etwas mehr als halb so lang, wie der Hinterleib. Metallisch-schmutzig-grün, hier und da etwas kupfrig angeflogen, an den Hüften und Brustseiten stahlblau. Fühlerschaft und Wendeglied, sowie die Beine von der Spitze (am 1-sten Paare oft schon von der Basis) der Hüften und Mund- und Flügelschüppchen bräunlichgelb, hier und da schwach angeräuchert. Hinterleib und Legebohrer, sowie Fühlergeissel braun, ersterer etwas metallisch überflogen. Nach Hrn. S a x e s e n, welcher zahlreiche Exemplare vom Harze schickte, leben die Larven dieser Art äusserlich an den Larven der Borkenkäfer, vorzüglich des Bostrychus typographus und des Hylesinus palliatus. Später erhielt ich dieselbe Art auch von Hrn. Ze be aus Borntin in Oberschlesien.« Auf Seite 209. des IL Bdes »Die Ichneumonen der Forstinsecten« schreibt Ratze bürg wie folgt : »Ferner erzogen aus der Brut von Bostrychus curvidens von Hrn. R a d z a y. Auch aus Hyles. polygraphus und zu Grand-Jouan aus Bostrychus villosus in Eichen ; ferner aus Bostrychus piceae und curvidens (Hr. Nördlinger) und endlich sogar aus Bostrychus bicolor von Hr. W i s s m a n n, also in der That ein Xylophagorum!« Auf seite 246. des oben genannten Werkes lesen wir : »Als Wirt hat sich noch ein anderer Xylophage und in einer ganz anderen Weltgegend .gefunden. Ich erzog ihn mit den aus Bostrychus bidens besetzten Weymutskiefern, welche Hr. b. Bernuth mir übersandt hatte. Er erschien in der Gesellschaft des seltnen Bracon Hartigii.« 114