Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 40. (Budapest 1947)
Kolosváry, G.: Die Balaniden der Adria
68 1. Westliches Becken: Platylepas heocastylos, Pachylasma giganteum, Balanus tulipiformis, Balanus amphitrite albicostatus und Balanus spongicola. 2. Adria: Chthamalus stellatus stellatus forma cirrata. 3. Mittelprovinz: dominierendes Vorkommen von Acasta spongites spongites. 4. Levantikum: das Vorherrschen der verbindenden Arten Balanus perforatus und Balanus trigonus, Tetraclita squamosa rufotincta, Chthamalus Challengeri Challengeri und Chelonibia patula. — Die drei letzteren Arten kommen nur im Süden vor, wo auch die grösste Seewassertemperatur zu finden ist. Ein Beweis dafür, dass diese Provinz faunistisch tatsächlich abzutrennen ist, ist in dem Auftreten zweier endemischer Fischarten (Sardinellen) zu sehen. 5. Schwarzes Meer: das Vorherrschen der Art Balanus improvisus (Salzgehalt 34 %o). 6. Asowisches Meer: das isolierte Vorkommen der Art Balanus improvisus. Abschliessend sollen noch zwei interessante negative Befunde Erwähnung finden. 1. Balanus improvisus konmit in der Adria nicht vor, weder in den Süsswassermiindungen des Po, Isonzo, usw., noch an anderen Stellen der Uferpartien der Adria. Die Ursache dieser Erscheinung liegt darin, dass diese alte pontische Art in die jüngste Bucht des Mittelmeeres noch nicht eingedrungen ist. 2. Die Unterart Acasta spongites spongites kommt nur in der nördlichen Adria vor; ihr Fehlen in der südlichen Adria ist sehr interessant. Das dominierende Vorkommen in der nördlichen Adria kann nur durch das flache Meer erklärt werden, da diese Unterart in grösseren Tiefen nicht vorzukommen scheint. Insgesamt kommen also im untersuchten Gebiet 24 Arten, bezw. Unterarten und Formen vor, von welchen eine, Bala?ius crenatus, unsicher ist. Die folgende Zusammenstellung gibt abschliessend ein übersichtliches Bild über die Verteilung der Balaniden im Mittelmeer und seinen Randgebieten.