Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 40. (Budapest 1947)
Kolosváry, G.: Die Balaniden der Adria
62 amphibischen Biotop bedingt. Leidenfrost rechnet zu diesem amphibischen Lebensraum auch Eriphia spinifrons, auf welcher manchmal Balaniden zu treffen sind. Mátisz rechnet Eriphia zu der III. Kegion. Dieser Krebs kommt oft an Felsen vor, die über dem Wasserspiegel liegen. Die über der O-Linie des Wasserspiegels lebenden Patellen, 7>oc/n/s-Mollusken, Haliothis und „Baianus minutus" fand Leidenfrost im Quarnero auch in einer Tiefe von 10 m. Ähnlich verhält sich auch Actinia equina, welche in der II. und III. Region (nach M á t i s z) vorkommt, in einer Höhe von 20—25 cm über dem Wasserspiegel jedoch ebenfalls zu finden ist. Da die Adria dem Dana'schen Nebenmeere angehört, ist es nicht möglich, die Verhältnisse der biozönotischen Gliederung der grossen Welt-Ozeane auf sie zu übertragen. Was nun meine eigene Einteilung betrifft, so bin ich gezwungen, zu ihrer Erklärung drei tabellarische Übersichten zu geben, da mir eine einheitliche Einteilung für die ganze Adria nicht gerechtfertigt erscheint. I. Vertikale Gliederung an mehr oder minder vertikal abfallenden Felsblöcken. II. Vertikale Gliederung an flachen Uferpartien. III. Vertikale Gliederung an Scoglien, welche auch bei höchster Flut nicht ganz vom Seewasser bedeckt werden. Natürlich werden die Verhältnisse auch durch die chemische Beschaffenheit, die petrographische Ausbildung und die physikalischen Charakteristika der Uferteile modifiziert und zeigen deshalb in ihrer Flora und Fauna verschiedene Fazies. Zu diesen modifizierenden Faktoren ist weiters auch noch Temperatur und Dauer der Vegetations zeit zu rechnen. Mit der höheren Temperatur und der längeren Vegetationszeit ist nämlich üppiges Wachstum und Kolonisation verbunden, umgekehrt mit Temperaturabnahme und kürzerer Vegetationsperiode eine minderwertige Ausbildung der Organismen. Die endgültige Einteilung ergibt also folgendes Bild: I. Sup ralit orale Region. Synonyme: „Subterrestrische Region", „Spritzzone", „Amphibische Region". Diese Region wird von folgenden Organismen bewohnt: Atta