Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 40. (Budapest 1947)

Kolosváry, G.: Die Balaniden der Adria

56 terial von Split aber fand ich zwischen den besiedelten Patellen 10 Exemplare von lusitanica. Der Vergleich zwischen den Verhältnissen bei Kattaro und Split gibt folgendes Bild. Patella sp. Mytilus sp. Patella sp. Mytilus sp. Unbesiedelt Besiedelt Unbesiedelt Besiedelt Kattaro 716 40 395 5 (17.9) (1) (98.5) (1) Split 683 98 120 195 (8.5) (1.1) (1) (1.7) Auf 18 Patellen aus der Bucht von Kattaro kommt also nur 1 be­siedeltes Exemplar, bei Split ist jedoch jede achte Patelle besiedelt. Die Ursache dieser Erscheinung liegt darin, dass in der Bucht von Kattaro der Wellenschlag nicht so intensiv ist, wie bei Split. Dies wird zum Teil dadurch bedingt, dass die Larven der Art Chthamalus sich mit Vorliebe bei starkem Wellenschlag anheften und dass die reichsten Kolonien an dem Seegang stärker exponierten Orten am vollkommensten sind. Ebenfalls wegen des Mangels an starkem Wel­lenschlag sind in der Bucht von Kattaro die Mytilen nur spärlich vorhanden und deshalb werden die Patellen in stillerem Wasser grös­ser und breiter als bei Split, wo sie kleiner' und konischer sind und wo auch die Exemplare von Patella lusitanica öfter vorkommen. Die primäre Ansiedlungsfläche der Chthamalen sind die Fel­sen, während die Patellen nur sekundär in Frage kommen, was auch durch die proportioneilen Zahlen zwischen besiedelten Patel­len in der Bucht von Kattaro und bei Split (58:1) zum Ausdruck kommt. Für Balanus amphitrite communis ist Mytilus eine primäre Ansiedlungsfläche, die Patellen für Chthamalus aber eine sekundäre. Ein Unterschied zwischen primärem und sekundärem Lebensraum ist also gut zu erkennen. Balanus amphitrite communis spielt in der östlichen Adria eine wichtige Rolle als Schiffsbewuchs, was ich aber bei Rovigno nicht beobachten konnte. Im Jahre 1938 bearbeitete ich die Echinodermen- und Balani­d en-Auf Sammlungen der Bucht von Kattaro in dem Ozeanographi­sclien Institut zu Split. Das Material wurde anlässlich einer Ex­kursion des Ozeanographischen Institutes gesammelt. In diesem Material fand ich Chthamalus stellatus stellatus (Poli) forma typica Kolosváry, die überall an don Felsen vorkommt, also am Eingang

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