Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 40. (Budapest 1947)
Kolosváry, G.: Die Balaniden der Adria
46 st ellatus fast immer in den obersten, zum Teil trockenen Zonen zu finden waren, die Riesenexemplare aber im tieferen Wasser. In Venezia fehlten die Riesenexemplare von Chthamalus st. st. f. cirrata ganz. An ihrer Stelle waren nur winzige Individuen der typischen Formen zu finden. Zur Erklärung kann man anführen, dass das Süsswasser sich immer nur ganz oberflächlich über das Seewasser schichtet und deshalb können in den obersten Schichten die Balaniden nicht in vollentwickeltem Zustande vorkommen. Darum waren die vorherrschenden Exemplare — die vollentwickelt erscheinen — in der Nähe des freien Meerufers zu finden. Bei der horizontalen Verbreitung sind zwei Haupt faktorén in Betracht zu ziehen, uzw. der Salzgehalt und die Reinheit des Seewassers. Am empfindlichsten ist Chthamalus, der am freien Seeufer und an den grösseren Kanalmündungen vorkommt: Porto di Chioggia 29.6 % 0 Salzgehalt Porto di Malamocco 28.9 „ „ Porto di Lido 28.0 „ Mittelwert! Abwärts vom Seewasser dringt die Art in die Lagunen bis Settemorti, Alberoni, Quattrofontane, Porto di San Francesco und San Francesco Deserto vor, aber nur subdominant und influent vorkommend! Balanus eburneus kommt gleichmässig in Salz- und auch in Brackwasser vor. Am weitesten dringt aber Balanus amphitrite communis vor; seine horizontalen Verbreitungspunkte entsprechen denen der Art Balanus eburneus, doch geht Balanus amphitrite communis an manchen Stellen noch weiter, uzw. bis Canaletto di Lova, Canale Vittorio Emanuele III, Cavallino in der Gegend der Piave-Mündung. Beide Arten leben noch bei einem Salzgehalt von 26.35 und 19.4 %>• Balanus perforates ist bei Porto di Chioggia nur an einer Stelle (Canaletto Barbariga) zu finden, wo der Salzgehalt (Mittelwert) 29.6 %o beträgt. Im industriell verunreinigten Wasser kann nur Balanus amphitrite communis leben und sich fortpflanzen (Canale Vittorio Emanuele III). An der Mündung des Kanals von San Secondo tritt aber auch Balanus eburneus auf, doch ist hier der Grad der Verunreinigung nicht so stark, wie im Canale Vittorio Emanuele III.