Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 40. (Budapest 1947)
Kolosváry, G.: Die Balaniden der Adria
34 ara grössten ist. Fische r — P i e 11 e (38—40) zeigte, dass die Beschaffenheit des Substrats für die Ansiedlung wichtig ist. An den Küsten des Festlandes ist die Ansiedlung viel stärker als an den Küsten von Inseln. Nach meinen eigenen Beobachtungen ist die Art am häufigsten an korrodierten, braunen, mit Algen bewachsenen Felsen zu finden. Weisse, marmorartige und glatte Kalkfelsen sind nur spärlich besiedelt und an Kieselstrandküsten kommt die Art überhaupt nicht vor, mit Ausnahme von grösseren im Wasser liegenden Steinblöcken. In kleinen Buchten, hauptsächlich an ihrem Boden sind nur wenige Exemplare zu finden. An den Mündungen der in den Canal di Leine bei Rovigno mündenden, kleinen Süsswasserquellen ist Chthamalus im Umkreis von 10—15 m ebenfalls nicht zu finden. Im Val Saline bei Rovigno konnte ich vom Endpunkte aus gerechnet bis zu einer Entfernung von 30—45 m keine Ansiedlung fesstellen. Auch dort fehlen die Tiere, wo die Küste mit Kalkalgen extrem bewachsen war. Hier kommen aber ausserhalb der starken Kalkalgenpartien dennoch einzelne Exemplare vor, diese sind aber sehr stark und dick von weissem Kalk bedeckt und gehen bald zugrunde. Im Gegenteil zu den Buchten sind an den in das Meer vorspringenden Küstenteilen, die dem Wellenschlag stark ausgesetzt sind, zahlreiche lebhafte und dichte Kolonien vorhanden. Man kann liier die Patellen mit grossen Exemplaren von Chthamalen besiedelt finden. Patella lusitanica ist in grösserer Menge anzutreffen und die meisten sind auch mit grossen und kleinen ChthamalusExemplaren bewachsen. Im Schmutzwasser der Häfen und Städte sind die Ansiedlungen spärlich oder fehlen vollkommen. Auch stille, schattige Teile sind nur sehr gering oder überhaupt nicht besiedelt. In den kühlen Meeresgrotten (Bagnole, St.-Caterina bei Rovigno) kommen Chthamalen nicht vor. Die Biotopformen wurden schon früher erwähnt. Forma typica ist auf Patellen und Felsen in der oberen Mittelzone der Gezeitenzone zu finden. Die Exemplare der forma deprcssa leben auf der L Tnterfläche von Steinen, die der forma cirrata in der Spitzzone. Unter diesen Formen kommen zylindrische und auch trichterartige Konstitutionsformen vor, welche keinen systematischen Wert aufweisen. Die Einpassungsformen passen sich dem Milieu ein, sind aber teilweise nur Deformationen, d. h. Zw Tangsanpassungsformen.