Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 40. (Budapest 1947)

Kolosváry, G.: Die Balaniden der Adria

30 Fossil: Die Art wurde im Tertiär gefunden. Withers, Thomas H. (149) gibt Nachricht über fossile Chelonibien, die er in Unteren Miozänschichten (Aquitanien) fand. Sie ist auch aus den Pliozänschichten Italiens und aus dem Becken von Bordeaux aus dem Oberen Oligozän bekannt. Ökologische Bemerkungen: Am 3. IX. 1938 wurden 7 Exemplare von Herrn Roch und von mir von dem Rücken­panzer einer am 3. IX. 1938 gefangenen unechten Karettschild­kröte gesammelt. Zwischen den auf Chelonibien wachsenden Algen fand ich am 3. IX. 1938 Caprella aus der Gruppe Laemodipoda. V. G a r á d y (Fiume) meldet die Art von Tlialassochelys croatica („Az állatvilág" Budapest, 1908. p. 103). F. Hiro (58) meldet nach G i a r d, dass unsere Art noch auf Eretmochelys squamosa und nach T h u n b e r g auch auf Chelonia japonica vorkommt. Die Exemplare von Orebic sassen auf Chelone mydas; auf Caretta caretta caretta habe ich die Art im Zagreber Museum gesehen. F. Hiro (61) mel­det sie noch von Caretta olivacea, Weltner von Chelone louana und Molluskenschalen, Stossisch und Heller von Carcinus. In Laboratorium gelang es mir, die Tiere sich auf der Glas­oberfläche anheften zu lassen. Sie lebten in Gefangenschaft vom September 1937 bis Jänner 1938. Sie müssen aber dauernd unter fliessendem Seewasser gehalten werden, können jedoch Stunden hindurch Trockenheit ertragen. Nach dem Abreissen der Tiere vom Schildpanzer konnte ich beobachten, dass am ganzen Körper eine pulsierende (Heben und Senken) Bewegung auftrat, wobei aber die Girren nicht ausgestreckt wurden. Die Tiere waren im September geschlechtsreif (?). Der Penis ist sehr gross und lang, besitzt einen Kopfteil mit runder Eichel und ist zerstreut mit kleinen Borsten be­setzt. Die Bewegung der Cirren ist eine andauernde Extension, die Cirren bleiben nämlich relativ lange ausgestreckt, während sich der ganze Körper um 180° dreht. Eine vollständige Extension der Cirren konnte ich nur bei dieser Art beobachten, ebenso auch die grosse Schwindigkeit im Umdrehen. Es wurden noch folgende Assoziationsglieder mit Chelonibia testudinaria festgestellt: Laemodipoda-Arten, Chelonibia manati lo­batibasis, Chelone cananae, Halicore dugong, Tlialassochelys caretta, Chelone imbricata, Eretmochelys squamosa. Als Danninhalt sind zu erwähnen: Braune Grundmasse, Rliizo­iden, Algenfäden, Diatomeen, sowie Schlamm.

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