Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 40. (Budapest 1947)
Kolosváry, G.: Die Balaniden der Adria
27 plötzlich ab, sondern leben noch einige Tage weiter. Da sie nicht n der Gezeitenzone leben, müssen sie im Laboratorium immer unter ^eewasser gehalten werden, doch ertragen sie auch Trockenheit und mreines Seewasser bis zu 24 Stunden ziemlich gut. Bezüglich der Entwicklung der Nauplius-Larve (Stadium 1 md II) wurden mehrere tausend Exemplare untersucht, die ich in 1er Mantelhöhle der Muttertiere fand. Ein Muttertier enthält etwa [500 Larven (von 28 Acasten enthielten 5-—6 Exemplare Larven), [n Übereinstimmung mit N. C a n t e 11 und Darwin konnte ich lachweisen, dass in der Segmentzahl der Larven eine Variabilität Desteht, weshalb die Zahl der Segmente der Extremitäten und Borgten bei der Beschreibung keine grosse Bedeutung besitzen. In den Jahren 1937—1939 (Frühjahr und Herbst) konnte ich n Planktonproben aus der Adria niemals ^msia-Nauplien finden, >o dass es nicht ausgeschlossen ist, dass sich die ganze Nauplius •• Entwicklung in der Mantelhöhle des Muttertieres abspielt. Das Ausschlüpfen erfolgt durch Aufsprengen der Eihülle am Ivaudalende. Zuerst werden die Borsten und die Gliedmassen frei. Die Eihülle scheint mit dem Kopfteil am längsten verbunden zu )leiben, so dass die Lateralhörnchen erst später erscheinen. Zu Beginn des Schlüpfens ist der Kaudalstachel schon so lang wie der A.bdominalanhang und ich glaube deshalb, dass er bei dem Ausschlüpfen und Aufsprengen der Eihülle eine Rolle spielt. Nach H o e k (65) bildet sich eine Längsspalte vom Kopf bis 3/4 der Eilänge und die Gliedmassen beginnen bald zu klappen (Balanus balanoides! ). Am Ende des I. Nauplius-Stadiums entwickeln sich die Laterallörner schnell und nehmen die Form des II. Stadiums an. Im 11. Stadium werden die Endite der Gliedmassen voll entwickelt, fer Kaudalstachel wird ziemlich lang und fein beborstet, der Abiominalanhang dreigliedrig; im Darmlumen sind aber noch immer Dotterzellen zu finden. Die von mir beobachteten Grössenverhältnisse der Nauplien waren folgende: Länge: 0.25, Breite 0.12 mm. Die Farbe der Nauplien ist gelblich, während manche Exemplare wegen ihres reichlichen Dottergehaltes weisslich und ganz undurchsichtig erscheinen. Das Labrum ist ähnlich wie das anderer Balaniden, GliedmassenDorsten sind nur relativ wenig vorhanden. Frontalfilamente entwickeln sich sehr spät. Eine Metamorphose des Auges kann ebenfalls vorkommen. Das ausgeschlüpfte Tier enthält noch immer zahlreiche Dotterzellen, die sich schliesslich in den Darm zurückziehen.