Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)

Sztrókay, K.: Über den Wehrlit (Pilsenit)

93 Die N umme r <^ e r Komponenten entspricht der in Abb. l/a, b an­gegebenen Reihenfolge. Wie es in den vorangehenden Abschnitten schon gestreift wurde, müssen wir das Saurnerz No 3 auf Grund seiner opti­schen und Ätzeigenschaften für einen dem Tetradymit sehr nahe ver­wandten Telluriden halten, der jedoch etwas mehr S enthält. Nach der im folgenden durchgeführten Begründung muss es sich dabei am ehesten um ein isomorphes Erzmineral von der Zusammensetzung Bi Te.S handeln, das nach unseren heutigen Kenntnissen bisher selb­ständig noch unbekannt wa~. Auf Grund der in der Tabelle aufgezähl­ten Angaben stellen sich folgende errechnete Analysenwerte heraus: 1. o • Bi . . . 49.74 50.04 Te . . . 44.56 44.30 Ag . . . . 4.76 ...... 4.76 S . . . . . 0.94 0.90 100.00 100.00 Die in Kolonne 1 enthaltenen Werte errechnete ich unter Berück­sichtigung der erwähnten Komponente von der Zusammensetzung BiTeS.,, während ich die Werte der zweiten Kolonne so erhielt, dass anstelle dieses Erzes das Molekül des Grünlingits (Bi 4TeS .,) gestellt wurde. Der Vergleich ergibt nun, dass sich die Zusammensetzung nicht wesentlich verändert. Wenn wir aber diese Ergebnisse mit der oben erwähnten (S. 91) Analyse von Sipöcz vergleichen, so wird ersicht­lich, dass sich wieder eine neuere Zusammensetzung ergeben hat, die zur Feststellung einer selbständigen, annehmbaren Formel ebenfalls nicht geeignet ist. Damit haben wir nun im vollen Ausmasse auf die Lösung dieser Frage hingewiesen, einer Frage, mit welcher sich seit der Entdeckung der Börzsönyer Telluride schon mehrere Forscher be­schäftigten, ohne aber — aus Mangel an geeigneten Hilfsmitteln — zu einem endgültigen Ergebnis zu kommen. Vor der Untersuchung der inneren Struktur kam noch Slavik (5) dem zur richtigen Deutung führenden Weg am nächsten, als er auf Grund der früheren Ergeb­nisse die Bi-Te-(S-)-Verbindungen aufzählte. Dabei wies er nämlich auf die isomorphe Substitution des S und Te (stellenweise auch des Se) hin und stellte folgende Gruppen auf: 1. Tellurwismut = Bi,Te 3 und Tetradymit = BLTeß; 2. Jóséit = Bi 3TeS, Wehrlit-Pilsenit ­Bi 3Te 2 und Grünlingit = Bi ATeSDie 2. Gruppe trennte er deshalb

Next

/
Oldalképek
Tartalom