Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)

Sztrókay, K.: Über den Wehrlit (Pilsenit)

91 Aufgaben in sich. I. Di? Lösung der Frage, inwieweit lassen sich diese Beobachtungen mit den einschlägigen, chemischen Analysen in Ein­klang bringen? II. Infolge des gemeinsamen Auftretens der verwand­ten Erze kann eine richtige Bestimmung der übrigen Glieder der Gruppe nicht Verwirklichung finden, weshalb es notwendig erscheint, den Versuch besserer stöchiometrischer und kristallchemischer Ab­grenzungen zu unternehmen, als sie noch heute angewendet werden. /. Die chemische Formel des Wehrlits aus Börzsöny wurde auf Grund sehr unsicherer und voneinander stark abweichender Analysen festgestellt. Die Analyse K 1 a p r o t h's (1795) stellt nur Wismut (95%) und Schwefel (5%) fest. Später gibt dann Wehr le (1831) (35) auch schon die Anwesenheit von Tellur und Silber bekannt: Bi = 61.15%, Te = 29.74%, S = 2.33% und Ag = 2.07%; seine mangelhafte Analyse war aber zur Berechnung der Formel nicht zu verwenden, da die Endsumme 95.29% betrug. Genauer und auch in analytischer Be­ziehung annehmbar war die von S i p ö c z im Jahre 1885 durchge­führte Analyse (31), der zwei Börzsönyer Untersuchungsobjekte vor­lagen. Eines von diesen stammte von dem in der Sammlung der Buda­pester Universität aufbewahrten Exemplar, dessen mikroskopische Untersuchung oben bekanntgegeben wurde;* die andere Probe erhielt er aus der kaiserlichen Sammlung in Wien. Die Ergebnisse waren folgende: 1. (Univ. Budapest) 2. (Naturhist. Mus. "Wien) Ag . . . 4.37 »/o ... in Spuren . Bi . . . 59.47 % 1 . . . 70.02 °/o Te . . . 35.47 % ! AgB l 7Te 7 . . . 28.52 % I Bi 3Te 2 (Bi 8Te 5S) S . . . 1 . . . 1.33 •/„ 1 99.31 u/o 99.87 °/ 0 Sipőcz war gezwungen, bei der Berechnung der chemischen Formel zweckentsprechende Zugeständnisse zu machen, kam aber auch so noch zur Feststellung einer dermassen abweichenden Zusammen­setzung, dass er die analysierten Telluride als zwei verschiedene Mine­* Übrigens erhielt seinerseit auch v. Born im -Jahre 1790 ein kleineres Stückchen von demselben Exemplar und prägte dafür den Namen Argen molyb­dique; von diesem Exemplar bekam durch P i 11 e rs Vermittlung auch K i­taibel eine Untersuchungsprobe und entdeckte in ihr als ersrer das bis dahin unbekannte Element Tellur (s. Seite 77).

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