Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)

Stiller, J.: Beitrag zur Kenntnis der Peritrichenfauna der Schwefelthermen von Split

53 Zur Ausscheidung des Schwefelwasserstoffes waren mitunter zwei Pulsationsblasen ausgebildet (Abb. IIa). Das stark granulierte Entoplasma war gelblich grau; wohl eine durch die chemische Zusammensetzung bedingte Standortsvariante der Kieler Stammform. Die Nahrungsvakuolen sind spärlich, klein, schon im Moment der Abschnürung rund und mit Detritus vollgedrängt. Am Peristomsaum ist immer eine schwache Ringsfurche ausgebildet. Sonst sei auf die Abb. 11 a-b hingewiesen. Die Tiere waren sehr deckglas­empfindlich und zogen ihr Peristom sehr bald ein. Im Spliter Hafen waren die Kolonien immer sehr individuenarm. Mehr als 4 Individuen konnten nie beobachtet werden. Die Länge der Tiere beträgt 55—70 ju. Familie : Vaginicolidae Kent, 1881. Gattung: Cothurnia Ehrenberg, 1838. Cothurnia curvula Entz (Abb. 12). Diese Art war die einzige Vertreterin der Gruppe Loricata im Hafen von Split. Sie sass an Cladophora-Fäden, die ungefähr iy 2 m von der Mündung der Badequelle heraufgeholt wurden. Fast sämtliche hier gefundenen Exemplare waren abgestorben. Nur vereinzelt fand man noch lebende, aber bereits vollkommen kontrahierte Tiere. Meist sitzt nur ein Tier, scheinbar auf kurzem Innenstiel im Gehäuse, nur selten sind zwei Tiere in einer etwas weiteren Hülse vorhanden. Das Gehäuse war immer farblos und durchsichtig. Bei bereits seit längerer Zeit abgestorbenen Tieren war die Aussenwand des noch immer durchsichtigen Gehäuses, sowie der Aussenstiel etwas klebrig muzinös. Es klebten dann meist kleine Detrituspartikelchen, häufig auch Thiothrix-Fäden daran. Das Gehäuse hatte ausnahmslos gewellte Seitenwände. Das obere Ende war allmählich verengt, aber nie halsartig ausgebildet. Das untere Ende ist, wie auch bei den von Entz in Neapel gefundenen Tieren, rundlich konisch. Die Länge der Hülse wechselt zwischen 55—75 doch waren Gehäuse zwischen 55—65 ju am häufigsten. Der Umstand, dass während der ganzen Zeit dieser Untersuchun­gen Cothurnia curvula nur selten und meist nur abgestorben zum Vor­schein kam, könnte ausser mit der zu jener Zeit auffallenden Selten­heit ihres spezifischen Substrats, der Cladophora in der Mündung der Badequelle, möglicherweise aber auch damit erklärt werden, dass die

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