Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)
Stiller, J.: Beitrag zur Kenntnis der Peritrichenfauna der Schwefelthermen von Split
42 den übrigen Standorten. Dies hängt wahrscheinlich mit der Abwesenheit von Wirtstieren in den Quellenmündungen zusammen, wodurch die verschiedenen Standortsvarianten, bezw. Anpassungsformen ausfallen. Die Kolonienbildung entsprach, wie Abb. 4a zeigt, dem von Pre cht auf Abb. 20a dargestellten Typ (Pre cht, 1935, S. 446), nur waren diese bedeutend individuenärmer und nicht gespreizt. Sie bestanden aus höchstens 10—12 Zooiden. Die Spliter Tiere hatten im Gegensatz zu den von Kahl und P r e c h t gefundenen Rassen nur eine äusserst kleine und sehr langsam pulsierende Blase, welche unter dem Mikroskop meist unsichtbar blieb. Der Hauptstiel bildet ungefähr die halbe Länge der ganzen Kolonie. Das Myonem ist auffallend dünn und reicht höchstens bis zur Mitte des Hauptstieles. Die Höhe der durchschnittlichen Kolonien erreicht ungefähr 700 Ii, die Länge der einzelnen Tiere 70—75 u. Ausgesprochene Makrontenbildung konnte nicht beobachtet werden, doch fanden sich an der Spitze der Kolonien oft Tiere, deren Teilung unterblieb und die etwas makrontenhaft anwuchsen. Im Sammelglas konnte dann oft die Schwärmerbildung solcher Individuen beobachtet werden. Die Längsachse der Schwärmer war verkürzt, die untere Hälfte des Körpers stark verbreitert und der aborale Cilienkranz in einer tiefen Einschnürung an der Grenze des unteren Körperdrittels eingepflanzt. Zoothamnium urceolatum sp. n. (Abb. 5a-b). Diese Art lebte im Spliter Hafen in der Umgebung beider Quellenmündungen. In der Klosterquelle war sie weniger häufig und bildete individuenärmere Kolonien als in der Mündung der Badequelle. Z. urceolatum scheint gegen organische Stoffe und Schwefelwasserstoff nicht sehr empfindlich zu sein, denn sie war eine der wenigen Zoothamnium- Arten, die in den Kanal selbst eindrangen, wo sie gemeinsam mit Thiothrix an Detrituspartikelchen angeheftet waren. Es waren dies nur sehr individuenarme Kolonien; im Meere selbst findet man dagegen auf Enteromorpha Kolonien mit 20—30 Zooiden. Die Tiere stehen Z. etegans am' nächsten, doch sind die Unterschiede derart gross, dass die Aufstellung einer neuen Art vollauf begründet erscheint.