Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)
Stiller, J.: Beitrag zur Kenntnis der Peritrichenfauna der Schwefelthermen von Split
36 mehrere tiefe Querfalten bildet, löst sich die Längsstreifung stellenweise vollkommen auf und die perlenartigen Gebilde bedecken nun ungeordnet die Pellicula. Die kontrahierten Tiere bilden eine Schnauze und der lange, bandartige Kern wird S-förmig gekrümmt. Die Länge des Körpers beträgt 85—85 ju. Einer weit grösseren Variabilität ist die Länge des Stieles unterworfen. Er ist meist 3-mal körperlang, erreicht aber mitunter, wie dies bei Abwasserorganismen nicht selten ist, auch die 10-fache Körperlänge. Vorticella nebulifera O F. Müller (Abb. 3 b). Diese Art war in der Badequellenmündung ebenso häufig wie V. plicata. Sie sass zwischen Thiothrix-Fäden in Gesellschaft der nachstehend besprochenen V. lima auf Detrituspartikelchen, welche unmittelbar aus der Kanalmündung aufgefangen, oder von der Wandung des Kanals abgekratzt wurden. Die beiden Arten bildeten hier Scheinkolonien von 20—30 Individuen, wobei V. nebulifera immer vorherrschend war. V. nebulifera war Schwefelwasserstoff gegenüber nicht sehr empfindlich und bildete zu seiner raschen Ausscheidung eine ziemlich grosse und für Meeresinfusorien verhältnismässig rasch arbeitende Pulsationsblase unter dem Peristomsaum. Trotzdem fand man Exemplare, bei welchen das etwas aufgedunsene Körperende und der stark gewölbte Diskus auf einen erhöhten Zellturgor hinwiesen. Die Pulsationsblase dieser Tiere war immer etwas grösser als bei den normalen, schlankeren Exemplaren und schien sich infolge der bereits eingetretenen Vergiftung nur schwer zu entleeren. Der Körper ist farblos, das Protoplasma fein granuliert und das Ektoplasma gegen das Entoplasma nicht scharf abgegrenzt. Die Pellicula ist deutlich quergestreift. Die Streifen lösen sich unter dem homogenen Objektiv in Perlen auf. Die Körperlänge beträgt 45—60 u. Der Stiel ist 3-mal so lang wie der Körper. Der Körper der Spliter Form ist bedeutend schlanker als die von mir im Helgoländer Aquarium gefundene Form (Stiller, 1939, S. 433), sowie die von Kahl ebenda gefundene und in Kahl, 1935, S. 724, Abb. 41—43 dargestellte Form. Die Spliter Tiere erinnern in ihren Umrissen an die Oldesloer Salzwasserform V. calicina (Kahl, 1935, S. 724, Abb. 36), von der sie sich aber durch gröbere Querstrei-