Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)

Stiller, J.: Beitrag zur Kenntnis der Peritrichenfauna der Schwefelthermen von Split

33 Familie : Vorticellidae s. str. Gattung: I n t r an s t y lu m Fauré-Fremiet, 1905. Intranstylum (Opistostyla) longipes Kent (Abb. 2. b) . Kent beschrieb im Jahre 1880 eine solitär lebende Peritriche unter dem Namen Rhabdostyla longipes. Der Stiel ist manchmal 2—3­mal körperlang, schwach geschlängelt und schliesst eine Kette von Gra­nulas ein, welche auf Kent's Abbildung (Kahl, 1935, S. 674, Fig. 18) bis zum Ende reicht. Kahl führt das Tier als Opistostyla longipes an, obzwar Kent die für die Untergattung Opistostyla bezeichnende zurück- und vor­schnellende Bewegung des Stieles bei den von ihm beschriebenen Tieren nicht erwähnt (Kahl, 1935, S. 679). Die in Split lebenden Tiere sassen auf 3-mal körperlangem Stiele, welcher ein ganz kurzes Myonem besitzt; dieses geht in einen feinen, aber noch immer kontraktilen Faden über, welcher dem oberen Teil des Stieles eine sehr begrenzte Beweglichkeit sichert. Der kontraktile Faden reicht aber nie über die obere Hälfte des Stieles. Dieser dünne, faden­a vtige Fortsatz des Myonems ist mitunter unterbrochen und erscheint dann als eine Reihe oft ungleich langer, granulaartiger Gebilde. Die Ausbildung des Stieles entspricht weit eher dem Kriterium der Gattung Intranstylum und es scheint gerechtfertigt, diese von Kahl als Opistostyla longipes bezeichnete Art in diese Sammelgruppe einzureihen, welche, wie auch Kahl erwähnt, ohnehin Charaktere verschiedener Gattungen vereinigt. Das Protoplasma der Spliter Tiere ist fein granuliert, fast farblos urd schliesst mehrere, bereits im Moment der Abschnürung runde Nah­rungsvakuolen ein. Die Pellicula ist äusserst fein, nur an den Seiten schwach sichtbar gestreift. Der Kern, der an Ken t's Abbildung nicht dargestellt ist, liegt hufeisenförmig gekrümmt in der Horizontalebene des Körpers. Die Pulsationsblase befindet sich im stark schiefgestell­ten Diskus. Die Körperlänge beträgt 70 « (wie auch bei Kent angegeben). In Split lebte die auf Abb. 2 b dargestellte Form in der nächsten Umgebung der beiden Quellenmündungen als Symphoriont der reichen Enteromorpha-Bestände. Sie scheint als euryöke Art eine weitgehende Anpassungsfähigkeit zu besitzen, da sie nicht nur im eutrophen Süss­wasser, sondern auch im saprobisierten, an Schwefelwasserstoff und Chloriden reichen, mit dem Meerwasser untermischten Wasser der Thermen gedeiht. Doch zeigte ihre Individuenzahl, dass diese Umwelt

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