Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)
Sztrókay, K.: Über den Wehrlit (Pilsenit)
100 men und den von Hofmann mitgeteilten Angaben kann entnommen werden, dass in diesem Sinne eine weitere Entfernung eingetreten ist. Die Ausbildung der schmäleren Seiten der Bänder nach der Ebene der ursprünglichen Schichte, bezw. ihre bedeutende Entfernung von den Nachbarbändern ist eine Folge der Natur der homöopolaren Bindung. H a r k e r führt den Tetradymit unter Erwägung seiner Struktureigenschaften als das Beispiel eines sich noch im metallischen Zustand befindlichen Stoffes an. Da aber der Metallcharakter vom reinen Bi 2Te 3 zum Bi 2S 3 sinkt, wird die letztere Struktur im Sinne Pauling —Huggins (25) schon dominant von einer homöopolaren Bindung zusammengehalten. Im Einklang mit dieser Auffassung steht auch die Feststellung W. H o f m a n ns, nach welcher Struktureigenschaften der Verbindungen Bi 2S 3 und Sb. 2S 3 mit denen der typischen Metasulfosalze übereinzustimmen scheinen. Auf den oben geschilderten chemischen und strukturellen Zusammenhang zwischen Wismutglanz und Tetradymit weisen auch schon die neueren Lehr- und Hilfsbücher hin (z. B. R a m d o h r — K lockman n, H. S t r u n z) , wenn sie im Gegensatz zu der bisherigen Aufstellung der Z?i 2S,-Kristalls die vollkommene Spaltfläche als (001) annehmen, so dass also auf diese Weise die frühere vertikale Nadelachse zur b-Achse wird, während die frühere fr-Achse nun mit der c-Achse identisch wird. Zusammenfassung. 1. Auf Grund der mikroskopischen Untersuchung des Börzsönyer Wehrlit-Pilsenits ergab sich, dass die früher durch Analyse nachgewiesenen Stoffe nicht homogen sind. 2. Die Haupterze sind: Bi,Te 3 und BLTeß. Neben letzterem, also neben dem normalen Tetradymit zeigt sich noch ein weiteres, mit ihm vollkommen isomorphes Wismuttellurid, welches nach den Ätzuntersuchungen und auf Grund optischer Erscheinungen nur Bi 2TeS 2 sein kann. Mit Hilfe der Struktur des Tetradymits gelang es, die Gitterkonstanten dieses Erzes zu berechnen. 3. Selen war in den untersuchten Erzen nicht nachzuweisen; der Gehalt an Silber stammt aus dem Hessit und aus den geringen PetzitS puren. 4. Akzessorisch war auch gediegenes Gold, gediegenes Wismut und Molybdänit zu beobachten. 5. Wichtig ist die Anwesenheit des Wismutglanzes. In dem einen Präparat ist der Wismutglanz das Endglied folgender Reihe: