Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 38. (Budapest 1945)

Rotarides, M.: Zur Mikromorphologie des Fusses der patelloiden Schenken

25 Als drittes Muskelsystem ist die Körperwand-Muskulatur zu be­trachten. Infolge des einfachen Aufbaues des Ancyliden-Organismus und der leichten Verfolgbarkeit der Fasersysteme lassen sich die drei Körperregionen — der Rücken mit dem Ansatz des Kolumellar- und des Mantel-Muskels, die seitlichen Körperwände, sowie die Sohle — sowohl morphologisch, als auch funktionell scharf trennen. Diese Teile werden aber auch durch die Beschaffenheit der Haut und durch die Ausbildung der subepithelialen Drüsen besser charakterisiert, als bei anderen Formen. Somit erscheint eine getrennte Behandlung der den Körperseiten angehörenden ,.Körperwandmuskulatur" begründet, de­ren Hauptmasse unmittelbar unter der Haut von mehr oder weniger parallel zur Frontalebene verlaufenden Circularfasern gebildet wird. Dieser „Ringmuskelschichte" entspricht das bei anderen Arten bereits angeführte faserige Bindegewebe, welches gleichfalls circularis-artig unmittelbar auf das Epithel der Fussseite folgt. Im Beispiel der Ancy­liden liegt uns ein Beweis dafür vor, dass diese Elemente im allge­meinen zwischen Muskulatur und Bindegewebe zu stellen sind. Wäh­rend nämlich diese Circularis-Schichte bei Patella und Fissurella infolge ihrer geringen Färbbarkeit zur sogen, weissen Haut gerechnet werden kann, färben sich bei den Ancyliden die hier auch sonst stärkeren und dichter angelegten Fasern intensiver. Kaudalwärts, wo sich der Komplex des Kolumellarmuskels verschmälert, vermischen sich die Elemente der Ringmuskelschichte mit den Fasern des Spindelmuskels. Es sondern sich auch Schrägfasern ab, welche den Spindelmuskel be­sonders gegen das Kaudalende zu in einzelne Gruppen teilen, wodurch das Bild den bei Patella beschriebenen Verhältnissen ähnlich wird. Obwohl der Spindelmuskel basal, d. h. bei seinem Ansatz sehr mächtig ist, zeigen die übrigen Teile einen sehr lockeren Bau. Die mitt­lere Bindegewebszone tritt infolge der Faserkreuzung auch hier stark zurück. Am lockersten ist der Fussrand, wo die Abgrenzung der Binde­gewebszellen verschwommen erscheint. Der sehr lockere Mantel zeigt grosse Lücken. Blasenzellen finden sich hauptsächlich an beiden Seiten der Faserkreuzung, aber auch zwischen den einzelnen Fasern, im kau­dalen Teil des Spindelmuskels. Vergleich der patelloiden Schnecken mit spiralig gewundenen Formen. Die Muskulatur der patelloiden Schneeken lässt sich ebenso, wie die der spiralig gewundenen Formen in drei Gruppen teilen: 1. Kolu­mellarmuskel, 2. lokomotorische Muskulatur und 3. Körpermuskula­tur (übrige Muskulatur). Es ist nicht ratsam, diese Elemente regional

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