Rotarides Mihály - Székessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 37. (Budapest 1944)

Tasnádi Kubacska, A.: Der natürliche Schädelhöhlenausguss eines Mammuts aus Tata

winkel geboten haben mag. Dass ferner die Knochen im Gegensatz zu den Schneckengehäusen keinen eigenen Kalküberzug besitzen und auch nicht abgewetzt erscheinen, spricht dafür, dass die Frösche in der Schä­delhöhle selbst lebten und nicht vom Wasser dort zusammengespült worden waren. Die Beschreibung des Fundes. Der Kalktuff füllte nur einen Teil der Schädelhöhle aus, undzwar den der Dorsalhälfte des Vorderhirns entsprechenden Teil. Die beiden abgerundeten Lobi olfac­torii sind erhalten, die durch eine Einsenkung getrennt erscheinen. Die die Nasenhöhle in zwei Teile teilende Lamina perpendicularis ragt ab­normaler Weise auch bei den Rüsseltieren in Form der Crista galli in die Schädelhöhle vor. Die Reste dieser Crista galli, bezw. Lamina per­pendicularis konnten in der erwähnten Einsenkung herauspräpariert werden. Vom Siebbein, das die zu beiden Seiten der Crista galli liegende Fossa ethmoidalis bildet, waren auf dem Kalkstein nur mehr geringe Spuren vorhanden. Die Stellen der die Wand der Riechgrube durch­setzenden Foramina cribrosa werden durch Ausbuchtungen des Kalk­steins gekennzeichnet. Die vordere Hälfte der Vorderhirnhemisphäre ist auch hier so stark niedergebogen, dass sie wie bei den Mastodonten und den rezenten Elephanten die Lobi olfactorii teilweise überdeckt. Die hintere Hälfte der Vorderhirnhemisphäre ist verbreitert und ihr dorsaler Anteil fast vollkommen glatt, so wie dies bisher bei allen Schädelhöhlenausgüssen von Rüsseltieren beobachtet wurde, bei welchen von der reichen Furchung des Gehirns fast überhaupt nichts zu erken­nen ist. In der Medianlinie der Dorsalhälfte des Ausgusses zieht von der Crista galli ausgehend eine seichte, breite Vertiefung nach hinten, die allmählich immer breiter wird und schliesslich ganz verschwindet. An der dorsolateralen Oberfläche des Ausgusses verlaufen ferner 1— 1.5 cm breite, sehr flache Furchen von der Ventralseite kommend schräg nach hinten und oben. Diese Furchen ziehen parallel zueinander und biegen annähernd in der Mitte des Dorsalteiles wieder nach vorn um. Der Fund erstreckt sich auf der Dorsalseite bis ungefähr in die Gegend des Kleinhirns. Vergleich. Schon im Jahre 1893 wies B e d d a r d auf den Mangel erheblicher morphologischer Unterschiede des Gehirns zwischen Loxodonta af ricana und Elephas indicus hin (7, p. 311), welche Be­hauptung durch die eingehenden Untersuchungen D r e x 1 e r's ihre Bestätigung fanden (8, p. 237). Dr ex 1er photographierte auch das mit unverletzter Dura mater auf der Schädelbasis aufliegende Gehirn des indischen Elephanten in der Dorsalansicht (p. 237, Fig. 24). Aus dieser Abbildung geht nun hervor, dass zu einem Vergleich des Schädel-

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