Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 35. (Budapest 1942)

Allodiatoris, I.: Craniometrische Untersuchungen an Gorilla-Schädeln

Hinterhaupt senkrecht auf den ersten Kamm zieht. Die Dornfort­sätze der Halswirbel reichen ebenfalls sehr weit nach oben und bil­den gemeinsam mit dem Knochenkamm des Hinterhauptes die Ansatz-, bezw. Ursprungsstelle der gewaltigen Kaumuskulatur, der Muskulatur für die Kopfbewegungen und der Nackenmuskeln, Die Augenbrauenbögen springen über den Augenhöhlen als starke Kno­chenleisten vor. Diese für die Schädel der Männchen charakteri­stischen, gewaltigen Knochleisten und -kämme fehlen den Weibchen vollständig, ja auch die Prognathie des Gesichtsschädels ist viel geringen ausgeprägt. Die Eckzähne sind ebenfalls kleiner und schlanker. Der Schädel eines erwachsenen Gorillaweibchens ist daher den in der Jugend herrschenden Verhältnissen ähnlicher und nähert sich so mehr dem Schädel des Menschen, als der von er­wachsenen Männchen. GREGORY erwähnt ebenfalls in erster Linie die für die Männ­chen charakteristischen, gewaltigen Knochenkämme und die großen Eckzähne. Bezüglich des übrigen Gebisses stellt er folgenden fest: Prämolaren und Molaren stellen divergente Reihen dar. Alle Spe­zialisierungen erscheinen bei jungen Exemplaren und bei den Weib­chen in schwächerem Grade ausgebildet. Die Incivisen sind ver­hältnismäßig schmal. Der obere Prämolar ist breit und wie die Molaren im Allgemeinen regelmäßig kegelförmig; die Molaren sind daher höher als bei den übrigen Anthropoiden und zeigen die Aus­bildung sekundärer Falten. Die unteren Molaren sind etwas länger als beim Schimpansen. Das Gebiß junger Gorilla-Weibchen steht dem menschlichen Gebißtypus näher als dem Typus der menschen­ähnlichen Affen. Untersuchungsmethode. Ergebnisse der Messungeu. Die über den Gorilla erschienenen Arbeiten sind teils zoologische, teils anthropometrische Beschreibungen. Beide Arten der Beschrei­bung sind notwendig und keine darf auf Kosten der anderen ver­nachläßigt werden. Über die von mir in der vorliegenden Arbeit beschriebenen Schädel sind bisher weder zoologische, noch anthro­pometrische Bearbeitungen erschienen, so daß also meine Arbeit ihre erste anthropometrische Bearbeitung darstellt. Die Messungen wurden nach der Methode von MARTIN durch­geführt und die dabei erhaltenen Ergebnisse mit den Angaben ande­rer Autoren verglichen. Auf Grund der Messungen berechnete ich dann auch die einzelnen Indices. Von jedem Schädel ließ ich drei

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