Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 34. (Budapest 1941)

Kretzoi, M.: Betrachtungen über das Problem der Eiszeiten. (Ein Beitrag zur Gliederung des Jungtertiärs und Quartärs)

t hellen Kaltsteppenfauna verdrängt wurde, die zum größten Teil aus nordamerikanischen Einwanderern besteht, mit Nordformen der südlich-asiatischen Raubtiertypen, sowie vereinzelten, meist amphi­biotischen formen der verschwundenen Fauna. Als typisches Beispiel dafür soll die Höhlenfauna von Csákvár 3 ) erwähnt werden. Die nächste Faunenphase, die in das Afäoticum-Ponticum fällt, unterscheidet sich von der chersonischen (obersar malischen) durch das Auftreten weiterer neuer Einwanderer, besonders verschiedener Wald-und Sumpfwaldhirsche, sowie primitiverer Raubtiere (Hyaenic­iitheriuin, Ictiiherium, Lycyaeiiu. Pontosmüus, usw.), die meist auch durchgehend« kleiner waren scharf. Sie macht auf den Beobachter den Find ruck einer Tiergesellschaft milderer Klima Verhältnisse, was mit dem transgressiven Charakter der mäotisch-pontischen Schichten (mit eingeschalteten kalkigen Schichten, dickschaligen Congerien, usw.) gut in Einklang gebracht werden kann, im Gegensatz zum regressiven Charakter der chersonischen Schichten. In diese Periode wird der größte Teil der bekannten Hipparion-Vaiuxew. wie Pikerini, Samos. Taraklia, Novo Elizavetovka, Maragha, usw. fallen. Auf diese Phase folgt eine weitere, starke Hebung im Dacium (Kimmerium-Aktschaghylium, Unio rFefz/m-Schichten), mit einer stark verarmten Hipparion-haiuux, ohne die kleinen, primitiven For­men des Mäoticum-Ponticum, was wieder den Findruck einer ernsten Klimaverschlechterung macht, die durch eine Reihe Nicht-Vertebra­tenpaläontologischer Beweise unterstützt wird (Aufschotterung, Hebung, Aussterben der Congerien-Cardien, usw.). Typische Fauna ist Baltavár, doch steht ihr Polgárdi und in einigen Punkten auch Maragha nahe. Die nächste Phase ist wieder durch eine beträchtliche Senkung des Festlandes gekennzeichnet (Plaisancium-Piacentinicuni-Kou jal­nik-Aptscheron-Schichten), begleitet von einer Fauna, die neben we­nigen (überlebenden kleineren und indifferenten) Vertretern der Hipparion-Faiineii eine Reihe von Formen enthält, die noch im Torton-Sarmat zu wurzeln scheinen, sowie einigen spärlichen Ein­wanderern, die Europa wahrscheinlich erst in dieser Waldperiode erreichten (Macrohippus, ein Glied der PHohippüs-Plesipus-^eihe und 3 Es ist sein- bezeichnend, das sämtliche altere Höhlenfaunen aus .Re­gressionsperioden, wie Aquitan. Obersarmat, Unterdazieuni, usw. stammen, was mit dem Sinken der Erosionsbase, also dem Trockenwerden der Höhlen (und mit der durch eine Kontinentalhebung- entstandenen Temperaturerniedrigung) in Verbindung steht, ebenso wie die Transgressionsperioden infolge der sionsbasenhebung die Höhlen für Landtiere unbewohnbar machten.

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