Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 34. (Budapest 1941)

Kretzoi, M.: Betrachtungen über das Problem der Eiszeiten. (Ein Beitrag zur Gliederung des Jungtertiärs und Quartärs)

tologie finden wir in einer Publikation von L. MAJZON (11), dem wir eine Zusammenstellung über die Zahl der in je 100 g Matrix gefunde­nen Foraminiferen-Exemplare verschiedener Horizonte des Oligo­zäns verdanken. Aus seinen Zahlenangaben ist auf ein Verhältnis der Individuen-Häufigkeit von 10 zu 1000 zwischen unteren und oberen Oligozän-Schi chien (von denen letztere einige ausgesprochene Kalt­w asserformen enthalten) zu schließen. Alle Konsequenzen aus diesen Voraussetzungen zu ziehen, würde den Rahmen dieser Abhandlung weit überschreiten. Ich begnüge mich deshalb mit der Feststellung, daß schon eine flüchtige Unter­suchung der marinen Ablagerungen unmittelbar vor und nach der basalaquitanen Egression, ebenso wie im Sarmat oder im Jungplio­zän-Quartär einen Nachweis deutlicher Klimaschwankungen liefern kann. So spricht z. B. für die infraaquitane Abkühlungsphase die Armut der zirkumaquitanen Faunen an Pectiniden, die Dünnschalig­keit genau so, wie die ungemein große Zahl der Foraminiferen, etc., wozu noch das schon weiter oben behandeile Fehlen an Kalkablage­rungen hinzukommt. Noch interessanter sind die Verhältnisse im Sarmaticum. Der all­gemeinen Ansicht nach werden die Veränderungen in der Meeres­fauna der Paratethys nach dem Torton auf Rechnung der allmähli­chen Abnahme des Salzgehaltes geschrieben. Als Typus wird hier das Pannonische Becken erwähnt, was zwar richtig ist. aber nur bis zu einem gewissen Grad. Das Schwergewicht bei der Umformung der Fauna liegt nämlich eben nicht in der Abnahme des Salzgehaltes, sondern in der Abnahme der Temperatur! Obwohl die meisten Be­weise für diese Annahme zufällig mit den Beweisen für die Abnahme des Salzgehaltes zusammenfallen, kann der Umstand, daß die Con­gerien-Fauna nicht mit dem Erscheinen der Süßwasserformen aus­stirbt, sondern zu Beginn der Schotterbildung mit einem Schlag, ge­meinsam mit den Cardiiden verschwindet, während die dünnschali­gen Mytiliden, sowie auch Dreissensia weiterlebt, nur mit thermischen Faktoren erklärt werden. Dazu sind die Congerien selbst knapp nach der sarmatischen Hebung ebenso dünnschalig, als zu Beginn der großen pontischen Egression, während die Congerien im ver­hältnismäßig wärmeren Helvét, ebenso wie im Transgressionsab­schnitt des Mäoticum. dickschalig waren. Auf eine weitere Diskus­sion dieser äußerst interessanten Frage kann ich mich hier natürlich nicht einlassen.

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