Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 34. (Budapest 1941)

Kretzoi, M.: Betrachtungen über das Problem der Eiszeiten. (Ein Beitrag zur Gliederung des Jungtertiärs und Quartärs)

daß hier in Einzelfällen größte Vorsicht nötig ist. Im Allgemeinen liegen aber die Verhältnisse so. dafi Kohlenbildung immer Transgres­sion bedeutet (meist die Oszillation am Anfang derselben, am Ende etwas seltener: hier sind sie meist Transgressions-Rückschläge). Bei der Beurteilung der Schotter- und anderer Terrassenablage­rungen stehen einander zwei Meinungen diametral gegenüber. Nach der ersten sind sie Produkte der Vereisungen, nach der anderen, im Gegenteil dazu Produkte der Interglaziale. In einer Beziehung gibt es aber keine Meinungsverschiedenheit: die mechanischen Vorgänge, denen das Material der Terrassen seinen Ursprung verdankt, deuten auf Verhältnisse hin, die im Hochglazial günstiger waren als im In­terglazial. Meinerseits möchte ich nur bemerken, daß die mir bekannten älteren Schotter, wie die unteraquitanen, burdigalo-helvetischen und helveto-tortonischen des Vértes. Bakony, Mecsek, Cserhát, usw., eben­so wie die obersarmatischen, dazisch-kimmerischen, astischen, villa­franchischen des Alpenvorlandes und des Karpathenbeckens ins Re­gressionsmaximum zu stellen sind, bzw. selbst dieses Maximum er­geben. Deshalb wäre ich geneigt, auch weitere Terrassen des Ungari­schen Beckens als Ablagerungen der Egressioiismaxima anzunehmen, umsomehr, als diese Ansicht auch dann mit den Tatsachen in Ein­klang stehen würde, wenn die Terrassen aus dem deutschen Verei­sungsgebiet auf Grund ihrer Fauna für interglazial angesprochen wrerden sollten: ich kann mir leicht vorstellen, daß in Deutschland die Eisdecke nur in den Jnterglazialen so weit aufschmelzen konnte, daß für eine Aufschotterung bloß in diesen Abschnitten Raum ge­geben war, während dies im ungarischen Becken auch im Hochgla­zial möglich war. Das würde auch erklären, warum ein Wechsel ausgeprägt glazialer und interglazialer Faunen nicht nachgewiesen w T erden kann: das typische deutsche Hochglazial wav infolge der Eisbedeckung an Fossilien steril und es gab nur interglaziale Faunen (die z. B. dem ungarischen Glazial entsprechen) mit oder ohne zir­kumglaziale Formen. Ob das zutrifft oder nicht, müssen die faunisti­schen Untersuchungen in Gebieten entscheiden, die nicht unmittelbar von glazialen Vorgängen betroffen wurden. (DR. MARIA MOTTL ist m. W. nach eben mit der Bearbeitung der ungarischen Säugetier­Funde aus den Quartärterrassen beschäftigt, weshalb ich diese Frage nicht weiter berücksichtige.) Endlich soll noch die Löß-Frage gestreift werden. Hier wird einerseits über die Herkunft, anderseits über die Bildungszeit des Löß gestritten. Zu beiden Problemen hätte ich eine Bemerkung.

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