Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 34. (Budapest 1941)

Noszky, J.: Paläogeographische Kartenskizzen als Beitrag zur Kenntnis der Entwicklungsgeschichte des Tertiärs in Ungarn

men fassenden Abbildungen, usw. wurden hauptsächlich in der letzten Zeit einschlägige Kartenskizzen veröffentlicht; so finden wir Spezialblättcr von PRINZ für das Eocän und Mediterrán, von LÓCZY jun. für das Rupclicn, von SZÁLAT für das untere und mitt­lere Mioeän und von SCHRÉTER für das Sarmatien. Die kritische Heranziehung aller dieser Karten, sowie die durch das Eintragen der neueren Forschungsergebnisse und anderer Angaben erfolgenden Modifikationen, usw. erschließen dann die weiteren Möglichkeiten. Abb. 1 zeigt eine unter Beachtung der oben erwähnten Ver­hältnisse gezeichnete Kartenskizze Ungarns gegen Ende des Eocän zu, in einem allerdings nicht genauer zu umreißenden Zeitpunkte, die auf Grund der dem Bartonien zugeschriebenen Angaben, bezw r . auf Grund der fossilen Überreste folgendes Bild erkennen läßt. Die Hauptmasse der marinen Ausbildung fällt auf die große Alpen-Karpaten-Geosynklinale: die Eocänbildungen wurden aber teils von jüngeren Ablagerungen überschichtet, teils jedoch auch an vielen Stellen infolge von Struktur-Bewegungen verdeckt, so daß. das damalige Bartonien-Meer in Ungarn wahrscheinlich 3—4 mal so groß, war, was aber in Ermangelung von genauen Angaben nicht eingezeichnet werden konnte. An der Stelle des heutigen Ungari­schen Mittelgebirges war eine stärkere, südwestlich gerichtete, lang­ges treckte Ausbuchtung der großen Geos\nklinale vorhanden, uzw. in der älteren, zwischen den Überresten des Yariscida-Bergzuges des Urvepor und Urpannon entstandenen Einsenkung. Ähnliche, auf Kinsenkungen zurückzuführende Buchten (Ausläufer) mag die Geosynklinale noch in größerer Anzahl besessen haben, wie es z. B. auch aus den Nummülina-Kalkstem-Vorkommen der (Comitate Nyitra und Zólyom, sowie aus denen der Selmecer Bergwerke her­vorgeht, wenn wir auch in der Literatur für diese Gebiete meistens nur Angaben über das mittlere Eocän vorfinden. Das bedeutendste binnenseeartige Glied der Geosynklinale lag an der Stelle des heu­tigen Siebenbürgischen Beckens und besaß im Norden und Süden zuleitende Meereskanäle, bezw. Meeresengen. Außerdem finden wir auch noch im Süden, uzw. südlich der Save und am nordöstli­chen Gestade der Adria bedeutende Meeresbildungen aus dem Ende des Eocän. Der größte Teil Ungarns, in erster Linie die Große und Kleine Ungarische Tiefebene sind aber zu dieser Zeit als Trockengebiete (Festland) aufzufassen.

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