Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 34. (Budapest 1941)
Kretzoi, M.: Anchitherium aurelianense im ungarischen Miozän
einzustellen, so finden wir, daß diese dimensionell sogar die größten gleichaltrigen Exemplare der germanischen Rasse übertrifft una höchstens mit den größten Exemplaren aus dem Jungsarmatikum verglichen werden kann. Dagegen stimmt sie in Bezug auf Größe sehr gut mit gleichaltrigen Exemplaren der Westrasse (hippoides aus Sansan) überein. Ziemlich verkehrt steht es mit den morphologischen Merkmalen. Niedrige Zahnkronen, altertümliche, mehr bunodonte als lophodonte Ausbildung der Backenzähne, sowie kleinere Einzelheiten im Aufienprofil, usw. beweisen, daß unsere Form mit den Westrassen au Meiden Dimensionen nichts Gemeinsames hat. Vielmehr knüpft sie die allgemeine Spezialisaiionshöhe zur germanischen Rasse. Gegen eine Vereinigung mit der germanischen Gruppe spricht aber neben Schwierigkeiten des Einbeziehens der inneukarpatischen Gebiete ins alpin-germanische Biotop, die auf getrennte Entwicklung deutende beschleunigte Größenzunahme trotz geheminier Spezialisation. Unter solchen Umständen würde ich es für ratsam halten, die ungarische form als Ostrasse (pannonicum n.) provisorisch von den obenerwähnten getrennt zu halten. Zur subspezifischen Taxonomie in der Paläontologie. Der Umstand, daß ich durch Anerkennen einer Reihe von Lokalrassen innerhalb Anchüherium aurelianense in dieser Frage positiv Stellung nehme, verpflichtet mich, mein Verfahren in aller Kürze zu verteidigen. Ich möchte nachdrücklich betonen, daß die moderne Säugetierpaläontologie mit der morphologischen Methode in der Systematik nur taxonomische Gruppen, die im besten Falle den Gattungen oder Untergattungen der rezenten Zoologie entsprechen, gut unterscheiden kann. Auf morphologische Merkmale begründete Lmtcrarten, Varietäten, oft aber auch Arten können nicht ernst genommen werden. Wie in der rezenten Zoologie, so bedeutet auch in der Säugetierpaläontologie die Art einen leeren, gegenstandslosen Begriff, eine nach Belieben dehnbare oder zusammenzieh bare Sammelgruppe mehr-weniger zusammenfaßbarer Lokalrassen innerhalb der meist (aber nicht immer) auch durch innere morphologische (osteologische) Merkmale trennbaren Gattungen, bzw. Untergattungen. Gut begründete, beständige innere Merkmale werden zur Aufstellung einer Gattung, bzw. Untergattung veranlassen, äußere