Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 32. (Budapest 1939)

Szunyoghy, J.: Kritik der Artberechtigung von Spalax Labaumei (Matschie)

sich auf den letzteren Standpunkt und beschrieben, oft ohne genü­gende Begründung, eine von ihnen für neu gehaltene Species oder Subspecies. Als eklatanten Fall nehme ich den von MATSCHIE unter dem Namen Spalax labaumei beschriebenen Mesospalax zum Gegenstande meiner Untersuchungen und weise darauf hin, daß es der erwähnte Spalax nicht verdient, als besondere Species betrachtet zu werden, ja, daß sogar seine eventuelle Abtrennung als besondere Subspecies ungerechtfertigt ist. Höchstens kann er als eine Varietät des von MÉHELY beschriebenen Spalax monticola anatolicus Anspruch auf eine Absonderung in der Fachliteratur haben. Ich bin zweifellos in einer vorteilhafteren Lage als MATSCHIE, da ich mich bei meinen Untersuchungen nicht bloß auf das Werk MÉHELY'S stützen mußte, sondern da mir auch die von ihm unter­suchte Schädelsammlung; zur Verfügung stand. (15 Schädel von Spalax monticola anatolicus und ein Schädel von Spalax monticola cilicicus). Dies bedeutete für mich einen Vorteil, denn so war es mir möglich, die Variabilität der Knochen und Suturen beachten zu kön­nen, welche MATSCHIE als Sonderheiten seiner neu beschriebenen Spalax-Art erwähnt. Weiter unten werden wir sehen, daß Spalax labaumei — gegen­über der Ansicht MATSCHIE'S — fast in jeder Hinsiebt mit Spalax monticola anatolicus übereinstimmt, ferner, daß die Merkmale von Spalax monticola anatolicus ziemlich stark variieren und daß sich unter ihnen stets Varianten finden, welche auf Spalax labaumei passen. MATSCHIE begründete seine Species auf zwei Schädel, welche er von Professor DR. LA BAUME aus Eskisehehir (Kleinasien) erhielt. Seiner Meinung nach sind diese Schädel dem von Spalax monticola cilicicus ähnlich, aber von dem des Spalax monticola anatolicus sehr verschieden. Ich möchte aber im Folgenden beweisen, daß diese Behauptung nicht zutrifft. Wenn wir die von MATSCHIE für die Charakterisierung von Spalax labaumei angegebenen Merkmale der Reihe nach vorneh­men, so muß ich an erster Stelle auf die Kaufläche der Backenzähne hinweisen. Die Beschreibung erwähnt weder von den Kauflächen der Backenzähne des Unter- noch von denen des Oberkiefers etwas Besonderes, was für Spalax labaumei charakteristisch wäre. MATSCHIE beruft sich bei der Erklärung der Zeichnungen der Kauflächen der Backenzähne auf die in MÉHELY'S Spalax-Werk veröffentlichten Illustrationen, welche die charakteristischen Züge des Spalax monti­cola anatolicus angeben. Die Unterschiede hingegen, durch welche

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