Pongrácz Sándor (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 31. (Budapest 1938)

Tokody, L.: Füleki aragonit

Die Hauptformen der prismatischen Kristalle sind b (010), m(110), k (011) mit der Begleitung von steilen Prismen I. Art. An diesen Kristallen treten *P (20-20-1), (13*13*1) und die fragliche Form p(lll) auf. (Fig. 1.). Der nadeiförmige Typus wurde durch das Auftreten der steilen Prismen I. Art. charakterisiert; neben diesen wurden die Formen b (010), k (011), m (110) mit großen Flächen festgestellt. An den Aragonitkristallen von Fülek wurden 23 Prismen I. Art. beobachtet, diese — mit Ausnahme von k (011) — sind schmale Streifen in dem Zonenstück b (010) — k (011) mit einer Anhäufung an der Form b (010). In dem Zonenteil c (001) — k (011) fehlten die Prismen I. Art. Die Bipyramiden sind selten. Die Formen qf (20-20-1) und (13-13-1) treten nur einmal auf. Die an dem Aragonit meistens am besten ausgebildete und gewöhnliche Form p (111) kann an den Aragonitkristallen von Fülek als am schwächsten entwickelte Form bezeichnet werden, deren rauhe, unebene Flächen in keinem Falle genügende Reflexe lieferten, p (111) ist also fraglich. Sämtliche Kristalle sind Zwillinge, bzw. Drillinge nach m (110). (Fig. 2.). An dem Aragonit sitzen winzige Kalkspatkristalle mit gekrümm­ten Flächen, die wahrscheinlich zu der Form y (0221) gehören. Die Bildung des Kalkspates ist mit dem Herabsinken der Temperatur von CaCO a-haltigen Lösungen, bzw. Dämpfen verknüpft, währenddessen das Aragonitgitter in Kalkspatgitter überging. Mineralogisch-petrographisches Institut d. Kgl. Ung. Pázmány P. Universität zu Budapest.

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