Pongrácz Sándor (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 31. (Budapest 1938)
Szalai, T.: Fossile Testudo-Reste aus dem Pleistozän Maltas. Gedanken über das sogenannte nordische Entstehungszentrum der Tiere
.also von keinem nordischen Entstehungszentrum •gesprochen werden, sondern im Gegenteil entstanden oder entwickelten 1 , sich .die .erwähnten 1 iere in einem warmen Klima und ihre Nachkommen hielten nur an den optimalen Verhältnissen fest. Natürlich werden die Wanderungen bei verschiedenen Tiergruppen und sogar auch binnen einer Tiergruppe durch verschiedene Ursachen bedingt. So bewogen also nicht nur die infolge der Wanderung der Sial-Schollen veränderten klimatischen Verhältnisse die Tiere zur Wanderung sondern auch andere Gründe z. B. Veränderungen im Feuchtigkeitsgehalt der Luft mögen solche Wanderungen verursachen. NOPCSA (6. p. 121) erwähnt, daß im Perm von Nordamerika eine Wanderung nach Osten festgestellt werden kann, die durch die Austrocknung des nordamerikanischen Klimas veranlaßt wurde. Er spricht auch von anderen mit dem Äquator parallel stattgefundenen Wanderungen (6. p. 120). Die Ost-West gerichtete Wanderung, insofern es sich nicht um <lie Ausbreitung des Biotops handelt, kann außer durch lokale Ursachen zur Zeit der Geosynklinalphase und sogar auch noch zu Beginn der Orogenphase dadurch veranlaßt werden, daß das Thetismeer zwischen Gondwana und Laurasia die meridional gerichtete Wanderungen hemmt. Dafür spricht die Tatsache, daß haupsächlich im Mesosoikum (also, als die alpine Geosynklinale schon den Südund Nord kontinent gespalten hatte und als die Thetis größer war, als im Tertiär) mehrere Reptilien-Gruppen parallel mit dem Äquator gewandert waren. So z. B. die Rhynchosauriden (6. p. 100) von Indien nach Brasilien. (Da Indien, eines der Bruchstücke Gondwanas, stark hervorrückte (9, p. 57) und Südamerika im Vergleich <!azu zurückgeblieben ist, kann nach der mesosoischen Lage der erwähnten Gebiete mit Recht von einer west-östlichen Richtung der Wanderung gesprochen werden). Die Fauna der Jura wanderte von Asien nach Europa und Nordamerika (6. p. 120). FEJÉRVÁRY (4 P. 424—425) verwies darauf, daß vom Westen nach Osten gerichtete W andenmgen auch noch im Tertiär vorkommen. 1 Den Begriff des Entwicklungszentrums habe ich von STROMER übernommen. (10)