Pongrácz Sándor (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 31. (Budapest 1938)
Kretzoi, M.: Die Raubtiere von Gombaszög nebst einer Übersicht der Gesamtfauna. (Ein Beitrag zur Stratigraphie des Altquartaers)
Faunen mit so vielen ausgestorbenen Formen doch nicht einfach dem Quartaer zugeschrieben werden dürfen! Meinerseits bin ich der Meinung, daß dies vorerst doch nur Geschmacksache ist; so das Auftreten neuer Faunenelemente, wie das Aussterben der tertiären erfolgt nicht auf einem Schlag, sondern stufenweise. Es muß unter solchen Umständen immer eine Sache individueller Beurteilung bleiben, wo wir unter den beinahe gleich scharfen (bzw. unscharfen) Grenzen eine für schärfer finden. Abgesehen davon möchte ich doch bemerken, daß einerseits das Auftreten neuer Elemente in der Fauna immer eine bessere Abgrenzung geben wird als das Aussterben alter Formen, was doch oft aus inneren, biologischen Gründen erfolgen wird, während das Auftreten neuer Elemente immer einen Umweltfaktor, also etwas auch geologisch bezeichnendes als Ursache in sich trägt. Nehmen wir noch dazu, daß die einzige größere Invasion (und, was hier besonders wichtig ist, die erste größere) von quartaeren Formen vor dem Eintreten der Auvergne (Perrier)-Periode stattfand, ist es leicht zu begreifen, warum ich entschieden zur Abgrenzung des Quartaers gegen das Pliocaen mit der Grenze zwischen Barótian und Auvergneian neige. Als obere Grenze des Altquartaers dürfte die obere Grenze des Cromerian gelten, demnach würde also das Altquartaer aus Villairanchian und Cromerian bestehen. Die letzte Frage, die ich hier in aller Kürze streifen will, ist die der Parallelisierung der entsprechenden Faunen Asiens. Diese müssen aus zoogeographischen Gründen in drei Gruppen eingeteilt werden, in eine turano-sinische, eine indische und eine sino-malayische (letztere bei KOENIGSWALD, 91, p. 199; 92, p. 873). Erstere Provinz muß mit derjenigen von Europa in enger Verbindung gewesen sein, zweite scheint so von der turano-sinischen, wie von der sino-malayischen scharf getrennt, was mich zur Annahme einer insularen Lage der indischen Faunen-Provinz des Jungtertiaers zwingt. Die sinomalayische Provinz ist am besten als die tropische Unterprovinz der lurano-sinischen aufzufassen. Demnach liegt uns bloß zur Parallelisierung der turano-sinischen Provinz mit der europäischen ein direkter Anlaß. In Nord-China werden zwei Faunen-Horizonte mit Sicherheit unterschieden: das sog. Sanmenien und die Sinanthropus-Schichteii. Erstere (41) enthält unter Besonderheiten lokalen Einschlages, wie Circoiherium, etc. eine recht primitive Epimachairodus-Art, dem crenatidens ähnlich, einen primitiven Ursus etruscus, primitivere