Pongrácz Sándor (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 31. (Budapest 1938)

Kretzoi, M.: Die Raubtiere von Gombaszög nebst einer Übersicht der Gesamtfauna. (Ein Beitrag zur Stratigraphie des Altquartaers)

Wenden wir uns den geologischen Verhältnissen dieser Fund­stätten zu, so werden wir feststellen können, daß die Faunen, die einen mehr Steppen-Charakter aufweisen, ausnahmslos aus Reg­ressions-Schottern stammen, also diejenigen der ersten, dritten-vierten und sechsten Gruppe. Dagegen kommen die Faunen mit Wald­charakter von Lokalitäten mit ausgeprägt transgressivem Charakter zum Vorschein (marine Ingressionen, Lignitsümpfe, Accumulation in Höhlen und Spalten der Karstgebiete, durch basaltische Eruptionen gekennzeichnete Geosynklinalphasen, etc.). Nach diesen ist es natür­lich, daß eben die Faunen-Phasen mit stärkerem Steppen-Charakter immer die neuen Wanderformen auftreten lassen: die Regressions­phasen ermöglichen durch Zurückreten der Meere und demgemäß Entstehen kontinentaler Landverbindungen das Wandern der Land­fauna: außerdem bringt Regression Lland in Hand mit dem Aus­breiten der Landoberflächen eine Ausbreitung des Kontinentalklimas, was naturgemäß zur Steppenbildung führt, etc. Die Transgressions­faunen sind dagegen mehr-weniger isolierte Faunen eines humid­marinen Feuchtklimas, aus der die Steppenelemente schnell ausster­ben, ohne daß neue Elemente (abgesehen von einigen wenigen Sumpf­und Waldformen) dazukommen würden. Mit der Isolation der Transgressionsfaunen ist die außerordentlich interessante Tatsache zu erklären, daß sich die in solchen Faunen weiterlebenden Formen der vorangehenden Steppenfauna phyletisch sehr rasch 7 weiterent­wickeln, während die Formen der Transgressions (Wald)-Faunen stets unverändert in den Regressions (Steppen)-Faunen weiterleben. Demnach sind die Geantiklinalperioden mit Steppenfaunen durch weltweites Ausbreiten und schnellen Austauschmöglichkeiten ihrer 1 aunenglieder eben die „arterhaltenden", wogegen die durch Isola­tion zur Bildung mannigfacher Lokalrassen und Arten führenden Geosynklinalperioden mit Waldfaunen das „artbildende" Moment in der Geschichte der Landfaunen vertreten. 22 Für Wassertiere gilt natürlich das verkehrte! Was nun endlich das Einordnen der hier gewonnenen 6 plio­pleistocaenen Faunenphasen ins stratigraphische Gesamtgebäude betrifft, sei folgendes bemerkt: Die Rousillon-Montpellier-Phase ist bereits mit dem Namen Ä s t i a n (ROUVILLE, 1853) genügend belegt, umsomehr, da das Astian •• - - • • \ Ii 22 Eine im Grund ähnliche Ansicht ist unlängst durch T. SzALAl (89, 113) vertreten worden. ;

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