Zsivny Viktor (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 30. (Budapest 1936)

Herrmann, M.: Diabáz és bazalt a Witwatersrandről

Dr. V. ZsiVNY, Direktor der mineralogisch-palaeontologischen Abteilung des Magyar Nemzeti Múzeum (Ungarisches National-Mu­seum) brachte von seiner süd- und zentralafrikanischen Studien­reise im ]ahre 1929 eine wertvolle Mineral- und Gestein-Colleciion mit, welche der Sammlung des obengenannten Institutes einverleibt wurde. In dieser Collection sind in schöner Serie dem als jung-algon­kisch betrachteten Witwatersrand-System angehörige, namentlich vom Witwatersrand (von der Umgebung Johannesburgs) stammende Gesteinstypen vorhanden. So Quarzite, goldhaltige Quarzconglome­rate, und Gesteine der in die Witwatersrand-Schichten intrudierten Gänge. (Die in den Goldgruben von Johannesburg aufgeschlossenen, aus dunklen Gesteine bestehenden eruptiven Gänge werden von den dortigen Bergmännern im allgemeinen als „Diorit-Gänge" bezeichnet.) Zur Vervollständigung unserer Kenntnisse über die Eruptiva im Witwatersrand-Systeme untersuchte ich zwei gangbildende Gesteine aus obengenannter Collection. Das eine stammt vom 915 m Horizonte des Schachtes No 7 der Geduld Proprietary G. Mines, das andere von der Grube Modderfont ein Deep. Beide Gruben gehören zum Far East Rand Grubengebiete. 1 Die Resultate meiner Untersuchungen sind folgende: Die untersuchten zwei Gesteine gehören zu zwei Typen. I. Das aus den Geduld Proprietary G. Mines stam­mende Gestein erwies sich nach den optischen Untersuchungen und nach der chemischen Analyse als Diabas, uzw. als körniger, ophi­tischer Diabas, welcher sich dem Gabbroidalen-Diabas nähert. Das frische, guterhaltene Gestein ist dunkelgrün, körnig. Hauptgemengteile sind: Plagioklas, Pyroxene (Enstatitaugit, basaltischer Augit, höchst selten einige Diallag- und Enstatit-Körner). Nebengemengteile: Ilmenit, Titan-Magnetit und Pyrit ; sehr wenig Quarz, selten Biotit und Zirkon. Als sekundäre Bildun­gen treten grüner Amphibol (Uralit). Epidot, Chlorit, Serpentin und Calcit auf. Mit freiem Auge sind die Pyroxene und die etwas saussu­ritisierten, grünlichen Plagioklase sichtbar. Die Größe dieser Ge­mengteile kann \ .2 mm erreichen. Mit der Lupe kann man die 1 Das Witwatersrander Goldgebiet wird in folgende vier Zonen geteilt: Far West Rand, Central Rand, Far East Rand und Nigel District. Siehe: V. ZSIVNT: „A XV. nemzetközi földtani kongresszus és afrikai tanulmányutam." A m. kir. Föklt. Int. Alkalmi Kiadványai. [Der XV. intern. Geoí. Kongreß und meine af­rikanische Studienreise. (Nur ungarisch.)] 1930. pag. 11.

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