Moesz Gusztáv - Soós Lajos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 28. (Budapest 1934)

Kubacska, A.: Pathologische Untersuchungen an ungarländischen Versteinerungen. IV. Erkrankungen der Wirbelsäule des Ursus spelaeus Rosenm.

Prozess verbimden. mit Kypho-Skoliose beobachtete auch BREUER in einem Fall, an zwei knbchern ankylosierten Lendenwirbeln des Hohlenbaren (9 pag. 619). In dem Material von Igric liegt eine groBe Anzahl von Stiicken vor, an welchen die Entziindung des feinen Markraumes des Spongiosa gut sichtbar sind. (No 21, usw. Siehe Taf. XIV, Fig. 5 und Taf. XV, fig. 14). Auf Infektion zuriickfiihrbare Wirbelsauleerkrankungen habcn DE STEFANI und PIERAGNOLI hingewiesen. PIERAGNOLI fand an den Hohlenbarenwirbeln Symptome, die ihrer Meinung nach auf Vor­handensein von Tuberkulose bezw. Aktinomykose verweisen. Auf diese Fragen kommen wir unten noch zuriick. Wie erwahnt, representieren die meisten Wirbelsauleerkrankun­gen des Hbhlenbaren Falle, die zu den Gelenkerkrankungen gehoren. Diese arthritidischen Erkrankungen konnten zwischen den Gelenken alier Wirbel vorgekommen sein und verursachten sehr haufig schwere weitere Erkrankungen. Unter den Gelenkerkrankun­gen konnen primare und sekundare unterschieden werden (PAYR). Ursache der primiiren (lelenkerkrankungen ist die Ver­brauchung des Gelenkes, ihre friihzeitige pathologische Senilitat (MAYER'S irrtiimliche Erkliirung der Wirbelsauleerkrankungen des blohlenbaren) und die tmgeniigende Knorpelregeneration. Ursache der sektmdaren Gelenkerkrankungen kbnnen alle iibrigen Gelenk­krankheiten und Lasion sein. ln der letzteren Gruppe haben wir die Ursache der arthritidischen Veranderungen der plistozanen Raubtiere zu suchen. Jene Osteophytenauflagerungen. korallenartige Auswiichse und kleinere Exostosen, die an zahlreichen WTrbeln vorliegen, und die von Periostitis verursacht sind, sind der Regel nach Begleitserkran­kungen mehrerer Gelenkerkrankungen, u. z. sowohl bei traumati­schen, wie auch bei haematogenen Arthritiden. Diese kbnnen daher die tjbergreifung der Krankheit auf das Knochengewebe bezeichnen. bieten aber kaum naheren Nachweis fiir die Natur der Arthritis. Ein Teil der Wirbelkbrpererkrankungen kann sicher auf trau­matische Ursachen zuriickgefuhrt werden (Zerrungen, indirekte Ge­walteinwirkungen, Kontusion, auOere Verwundungen usw.), die in erster Reihe die Knorpelscheibe und das Ligament beschadigt haben. Fiir traumatische Ursachen sprechen die frakturierten Wirbelkbrper (Siehe unter Literatur 7, 9, 11, 12), die Rippenfrakturen (7, 9, 12) und teilweise die Wirbelsauleverkriimmungen. Zahlreiche Beobachtungen beweisen, dall im Falle der Lordose, Kyphose und Skoliose der Wirbelsaule fast ausnahmslos ,,mehr oder

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