Moesz Gusztáv - Soós Lajos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 28. (Budapest 1934)

Kubacska, A.: Pathologische Untersuchungen an ungarländischen Versteinerungen. IV. Erkrankungen der Wirbelsäule des Ursus spelaeus Rosenm.

SCHLOSSER (1.9) genau diagnostisierte Wirbel des Hohlenbaren aus verschiedenen Hohlen Deutschlands beschrieben. Die erste moderne Diagnose iiber die pathologischen Wirbel des Hohlenbaren haben wir BAUDOUIN ZU verdanken. Er klarte alles auf, was wir bis 1912 iiber die pathologische Anatomie des Hohlenbiiren und des neolithischen Menschen gewufit haben (2). Nach BAUDOUIN gehoren die Erkrankungen in das Gebiet der Osteoarthritis defor­mans und oft kommen auch schwere Falle vor, die als Spondylitis deformans diagnostisiert werden miissen- Er betonte ferner, dafi die Veranderungen am Wirbelkorper stets intensiver waren und so weit fortgeschritten sein konnten, dail die benachbarten Wirbel mit ein­ander verschmolzen sind (Ankylosis vertebralis). Auch Osteophyten und knochenhypertrophische Auswiichse sind fiir diese Krankheit oft eharakteristisch; letztere kommen der Regel nach am unteren vertebralen Ligament zum Vorschein. BAUDOUIN fand. dafi beim Hohlenbiiren „Au cou, les osteophytes semblent limites au corps de la vertebre, partent de sa face postcrieure, au niveau du bord infe­rieur, et se developpent surtout, d'avant en arriere, sur la ligne me­diane". . .. „Au dos les lesions ont les memes caracteristiques qu'au cou, Elles debutent de meme facon. mais elles paraissent localisees aux parties laterales du bord inferieur de la face posterieure du corps vertebral; la ligne mediane n'est pas envahie sur les os obser­ves. et c'est surtout le cote droit qui est atteint. Aux lombes, les osteophytes sont plus considerables. Partant aussi du bord inferietir de la face articulaire posterieure du corps, ils remontent a droite et en avant, mais sont plus marques au niveau de la ligne mediane" (2. pag. 1822). BAUDOULN studierte die acht Hohlenbar-Wirbel, "die aus der Grotte de 1'Herm (Ariege) in das Museiim zu Toulouse gelangt sind. Ein Jahr spiiter studierte HANS VIRCHOW die Wirbelsauleerkrankttii­gen des rezenten Baren (21). Von seinen Studien interessieren uns vor allem diejenigen, die der Ursache der Krankheit nachspuren. Im Jahre 1915 hat KORMOS ankylosierte und exostotische Hbh­lenbar-Wirbel aus der ungarischen Igric Hbhle (28); im Jahre 1917 DE STEFANI solche aus der Grotta di Equi in Italien (20) beschrieben. Das sehr reiche palaeopathologische Material der Grotta di Equi w-urde dann im Jahre 1919 von LOTTE PIERAGNOLI eingehend bear­beitet (7). Ihr untersuchtes Material (bestehend aus 26 Wirbeln) war bisher das reichste und wurde der Zahl und der Mannigfal­tigkeit nach erst von dem hier besprochenen Material iibertroffen. PIERAGNOLI war die erste, die es auf Grund des ihr zu Gebote ge-

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