Moesz Gusztáv - Soós Lajos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 28. (Budapest 1934)

Kubacska, A.: Pathologische Untersuchungen an ungarländischen Versteinerungen. IV. Erkrankungen der Wirbelsäule des Ursus spelaeus Rosenm.

den. Diese Bruchstiicke sind in allen Fiillen mit schwachem Kallus geheilt, ohne bedeutendere Dislokation (17, 11 pag. 116, 138. Tab. XV, Fig. a, e, XVII, Fig. b). Ich mochte nur an Hand eines Falles illustrieren, zu welch' inte­ressanten Resultaten das Studium pathologischer Wirbelsaulen fiihrt. Auf der unter der Leitung H. F. OSBORN'S von Ch. R. KNIGHT aus­gefiihrten Rekonstruktion von Naosaurus wurden die Dornfortsatze in eine Reihe gestellt und mit einer Haut verbunden dargestellt (13), Diese Auffassung OSBORN'S wurde von JAEKEL einer Kritik unter­zogen, der es nahelegte, daB die Dornfortsatze bei den Pelycosauriden nicht in einer Ebene gelegen waren, sondern nach verschiedenen Sei­ten abstanden (14). ABEL teilte im Jahre 1912 die Auffassung OSBORN'S, indem er sich folgenderweise auOerte: .,Ich bin aus dem Grunde anderer Meinung als JAEKEL, weil die Verbindung der Riickenwirbel durch starke Zygapophysen erfolgt, die eine seitliche Verschiebung der Wirbel und somit der Dornfortsatze kaum gestattet haben konnen" (15. pag. 572). Darin stimmten aber auch JAEKEL und ABEL iiberein. daR es unwahrscheinlich ist, dafi die Dornfortsatze durch eine Haut mitein­ander verbunden gew T esen waren. Auf Grund palaeopathologischer Untersuchungen ist meiner Meinung nach die Auffassung OSBORNV bestatigt. Die Begriindung ist ebenso einfach, wie an der Hand lie­gend. Da die langen Dornfortsatze der Riickenwirbel frakturiert sind — manche sogar mehrmal — und da die Bruchstiicke wieder ver­schmolzen sind, miissen wir annehmen, daB die Dornfortsatze durch eine Haut miteinander verbunden waren. Ohne ihrer Selbstschienung kbnnten die abgebrochenen Bruchstiicke nicht mit dem Stumpf des zuriickgebliebenen Riickenwirbel-Dornfortsatzes verknbchert gewor­den sein. In diesem Fall wirkte die die Riickenwirbel-Dornfortsatze verbindende Haut derart, wie z. B. im Falle von Rippenfrakturen der Thorax, der auch eine gewisse Selbstsehienung sichert. Der „Dorn­forsatz-Segel" lieO die abgebrochenen Teile der Stacheln nicht ab­fallen bezw^. in grbR.erem MaaBe verschieben, sondern ermbglichte durch die stete neben-einander-Haltung der Bruchflachen die A er­knbcherung. Wenn nun eine derartige ziemlich starke Jlaut die Sta­cheln zusammenhielt, so ist dies nur um ein Grund mehr, w T eshalb wir die nahezu in eine Ebene fallende Lage derselben als gesichert betrachten miissen. 1 Die genannten Stacheln kbnnen daher nicht als 1 Es geniigt einen Blick auf die Rekonstruktion JAEKEL'S zu werfen (14), um zu sehen, dafi die auf diese Weise geordneten Stacheln nicht mit einer Haut ver­bunden sein konnten.

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