Csiki Ernő (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 27. (Budapest 1930-1931)

Zimmermann, G.: A kanárimadár (Serinus canarius) csontos váza

Nähere eingehendere Angaben über die anatomischen Verhältnisse des Kanarienvogels, so auch über dessen Osteologie. findet man kaum in der einschlägigen Literatur, höchstens nur einige, meist volkstümliche Betrachtungen. Deshalb scheint es angebracht zu sein auch mit der vergleichenden Anatomie dieser verbreiteten Vogelart sich zu beschäftigen. Uber die allgemeinen Eigenschaften des Vogelskelettes und der einzelnen Knochen, so wie die Lufthaltigkeit, Kalkgehalt u. a. soll in dieser kurzen Zusammenfassung nicht die Rede sein ; ebenso kann ich mich hier nicht auf die Herstellung der ständigen Präparate ausbreiten. Meine Untersuchungen erstrecken sich auf 16 Tiere verschiedener Rasse und Alter. Die P n e u m a t i z i t ä t der Knochen streckt sich hier auf alle Knochen aus bis auf die Knochen der Schultergliedmasse distal vom Unterarm und der Beckengliedmasse distal vom Femur. Bei jungen Vögeln jedoch sind die meisten Knochen markhaltig. Die lufthaltigen Knochen erscheinen heller und nahezu transparent. Von den Knoc h en des Rumpfes besitzt die W i r b e 1­säule 14—15 H a 1 s w i r b e 1 n (Abbildung 5., 6., 7.), dessen Körper kurz, seine Fortsätze gut entwickelt erscheinen. An den Querfortsätzen, namentlich an den letzten 3—4, finden sich die griffelartigen Halsrippen ; die Querfortsätze werden durch einen Kanal durchbohrt (Canalis trans­versa)ins). Der Atlas (Abb. 1. u. 2.) besteht aus zwei schmalen Halbbogen ; an dem ventralen stärkeren befindet sich ein Loch, durch welches bei anderen Vogelarten nach BOAS Bandmassen den Zahnfortsatz mit dem Hinterhauptbein verbinden, ähnlich sind die Verhältnisse bei unserem Tier. Der Körper des Epistropheus (Abb. 3. u. 4.) ist kurz, pyramiden­förmig, sein Zahnfortsatz spitz, der Dornfortsatz kaudal gerichtet. Die Zahl der Brustwirbeln (Abb. 8.) betragt 7—9, sie sind zwar gesondert, doch straff mit einander verbunden. Die Lenden- (3), Kreuz- (5—6) und ersten Schwanz­wirbeln (3—4) verschmelzen zum Os lumbosacrale (Abb. 9. u. 10.), das mit den beiden Darmbeinen vollständig verschmilzt. An den 5 freien Schwanzwirbeln bemerkt man noch kleine drei­eckige Wirbellöcher, wohlentwickelte Quer- und Dornfortsätze. Der letzte grössere, aus mehreren embryonalen Anlagen hervorgegangene Schwanzwirbel, P y g o s t y 1, ist auch hier pflugscharförmig. Die Brustrippen (Abb. 11.), 7—9 an der Zahl, besitzen an ihrem vertebralen Abschnitte ein stärkeres Tuberculum und einen schwä­cheren Caput ; vom beckenseitigen Rande entspringen die caudodorsal Annaleê Musei Nationalia Uungarici. XXVII. 5

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