Csiki Ernő (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 27. (Budapest 1930-1931)

Krepuska, Gy.: Kiegészítő adatok Budapest véglényfaunájához

steiiotherme Form sich stark erwärmender Gewässer sind, für deren Ver­breitung die Gegenwart organischer Stoffe die wichtigste chemische Eigenschaft des Wassers ist. Natürlich wird ein Gewässer als (Wohnort) in erster Reihe durch die dort massenhaft lebenden Organismen karakterisiert. Aus dem Zeit­punkte ihres massenhaften Auftretens kann man gut auf die Temperatur­verhältnisse und auf die Erwärmung des Wassers des betreffenden Wohn­ortes schliessen. So kann man den Lágymányos-Teich und den Donauarm von Új­pest als bis zu einem gewissen Grade als physico-chemisch verwandt vergleichen. Beide sind ja Donau-Wasser ; der Donauarm von Újpest steht jedoch am Südteile mit der freien Donau in unmittelbarer Ver­bindung : dem gemäss ist sein Wasser natürlich ein sich langsamer und später erwärmendes, als jenes des Lágymányos-Teiches, der von der Donau durch einen schmalen Damm abgeschlossen und auch nicht so tief ist. Die zeitliche Verschiebung des Erwärmens offenbart sich gut in dem. zeitlichen Auftreten der beiden gemeinen und mengenhaft auf­tretenden Arten. So fällt unter den gegen Wärmezustände sehr empfind­lichen Chrysomonadinen der Zeitpunkt des massenhaften Auftretens von Dinobryon sertularia z. B. im Lágymányos-Teiche auf Ende März, im kälteren, sich später erwärmenden Wasser des Donauarmes von Újpest verschiebt sich dieser Zeitpunkt aber auf Mitte Mai. Ich erachte für angezeigt hier zu erwähnen, dass auch der Lágy­mányos-Teich in Kürze seinen alten Karakter verlieren dürfte. Bis heute ist sein Wasser, wie gesagt, letzten Endes als Donauwasser zu betrachten, war er doch von demselben nur durch einen schmalen Damm abgeschlossen. Nun aber wurde dieser, eben um die Communication zu erschweren, bedeutend verstärkt. So wird das Teichwasser allmählich concentrierter, dessen Folgen sich wohl auch in der Veränderung der Fauna offenbaren werden. Bezüglich der NahrungsVorräte können wir die Gewässer mit KOLK­WITZ und MARSSON in oligo-, meso- und eutrophe Gruppen teilen. Diesbezügliche Feststellungen erfolgen durch Messung der Plank­tonmengen. Da dies für die Gewässer der Budapester Umgebung bedauer­licherweise ebenfalls nicht geschah, können wir vorderhand auf die Sammelergebnisse gestützt annähernd nur behaupten, dass der Donauarm von Újpest ein oligo-, der Átlósúter Teich ein meso-, und der Lágymányos Teich ein eutrophes Gewässer sei. Lebt in einem Süsswasser nur eine Art (oder nur wenige Arten), in sehr grosser Individuenanzahl (wie z.B. die Dunaliellen in Salzwässern),

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