Csiki Ernő (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 27. (Budapest 1930-1931)

Krepuska, Gy.: Kiegészítő adatok Budapest véglényfaunájához

sind. HöLL wies nach, dass ungefähr 12 Arten von Dinoflagellaten nur in Gewässern fortleben können, welche sehr wenig Calcium und wenig anorganische Salze enthalten, der pH des Wassers niedrig ist. sie ertragen jedoch eine gewisse Breite der Spannung des pH ganz gut. Die meisten Dinoflagellaten erheischen jedoch einen streng um­schriebenen pH-Wert, verhältnismässig viel anorganische Salze, beson­ders aber viel Calciumcarbonat. Diese stenotopen Formen kommen gewöhnlich in grosser Individuenanzahl vor. Calcium, organische Stoffe, Hydrogen-Ion-Concentration (pH) und Chloride sind die Hauj)t­faktoren, welche man bei der Verbreitung der Dinoflagellaten in Betracht ziehen muss. Eisen ist scheinbar kein wichtiger Faktor, gleichfalls sind mit — Ausnahme von Gloeodinium — Phosphate unwichtig. Es ist gewiss nicht überraschend, dass die Verbreitung aller stenotopen Arten eine fest umschriebene Combination dieser Faktoren verlangt. Für gewisse Arten ist Gegenwart von Calcium das wichtigste, für andere der pH­Grad, für wieder andere das Vorhandensein organischer Stoffe. Für das lebensfähige Gedeihen einer ziemlich grossen Gruppe ist die Combination zweier oder mehrerer Faktoren ausschlaggebend. Zu den chemischen Faktoren gesellen sich physikalische, besonders sind auf ihre Verbreitung die Temperaturfaktoren sehr vom Einflüsse. Ungefähr ein Dutzend Arten sind streng stenotherm. Auf Grund des oben angeführten, hat HöLL klar niedergelegt, dass man bei Bestimmung oekologischer Umstände ganze Faktorencomplexe in Betracht ziehen muss. Bei allgemeinen hydrochemischen Fragen ist gleichfalls nachweisbar, dass öfters die Wirkung verschiedenster Fak­toren im Verhältnisse zu einander steht. Um festzustellen, ob nun ausser den Dinoflagellaten das Vorkom­men oder Fehlen der übrigen Protistengruppen ebenso streng mit den physikalisch-chemischen Eigenschaften des W T assers in Zusammenhai ige steht und deshalb und inwieferne aus deren Vorkommen auf die physi­kalisch-chemischen Eigenschaften des Wassers zu folgern sei, — habe ich die Protistenfauna der drei, von den erhaltenen Budapester Fundorten noch in Betracht zu ziehenden grösseren, namentlich dem Lágymányos ­Teiche, des Teiches an der Horthy Miklós- (Átlós-) Strasse und des Winterhafens (Donauarmes) von Újpest, nebst der zeitweisen Verbreitung tabellarisch zusammengestellt. Den Teich im Városliget (Stadtwäldchen) war ich gezwungen ausser acht zu lassen, ist er doch in seiner heutigen Form, mit seinem Betonboden und dem zur Speisung verwendeten Wasser nicht mehr der alte, in dem wir seinerzeit gesammelt haben ; es wäre ja zwecklos gewesen, das Wasser des heutigen Teiches Annale* Musei Niitinnalis Hungarici XXYII. 3

Next

/
Oldalképek
Tartalom