Csiki Ernő (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 27. (Budapest 1930-1931)

Lehrs, P.: Westasiatische Elemente in der Herpeto-Fauna Europas

Unfern davon, sehr nahe einem Bache, wo L. taurica bereits spär­licher sich fand — denn sie liebt feuchteren Untergrund keineswegs ­erblickte ich plötzlich, gegen l0 1 /2 , neben einem mächtigen Steine, der teilweise von Gesträuch umstanden var, eine grössere Eidechse : die von mir hier vermutete und emsig gesuchte Form. Nach einer vollen Stunde mühseliger „Pirsch" hielt ich das Stück in Händen : keine Lacerta viridis viridis LAUB, und auch keine Lacerta major BOULENGEB ; vielmehr Lacerta strigata ETCIIWALP. Ob alle, auch die kleinsten Merkmale mit strigata vollkommen identisch sind, kann erst eine möglichst eingehende Vergleichung mit dem sehr zerstreuten Material unserer Museen ergeben. Dem Gesamteindruck nach, das jedenfalls kann ich heute schon hervorheben, steht diese bulgarische Form der major ferner, als man bislang von strigata annahm. Oekologisch und sogar in manchen Einzel­heiten des Körperbaues steht sie aber der echten viridis sogar ausge­sprochen näher. Wenn, was ich indess heute noch durchaus nicht vertreten möchte, sich mit der Zeit doch herausstellen sollte, dass major eine terminale Ausbildungsform von strigata darstellt, eine Auffassung, die, ich wieder­hole es, ich mir heute noch durchaus nicht zu eigen zu machen ver­mag, dann müsste major schon ganz über alles bisher selbst bei Lacerten gewohnte Mass sich differenziert haben. Denn major lebtauch da, wo sie in der Nähe von viridis vorkommt, jedenfalls total anders, als diese ; die bul­garische strigata aber, die ich späterhin noch an verschiedenen Punkten des Maritza-Tales — immer aber in bescheidener Population —• fand, lebt an völlig gleichartigen Standorten wie viridis, d. h. vor allem an möglichst wasserreichen, vegetations üppigen. Sie wird nur genau so gross, wie viridis, zeigt (in Bulgarien) keinerlei Tendenz zu an­nähernd solchen Ausmassen, wie sie für major wesentlich sind. Sollte sie sich als eine wirklich stabile, europäische Form der L. strigata EICHW. herausstellen, so gebürt ihr der Name Lacerta strigata bulfffirica sbsp. n. Budapest, Nationalmuseum, 8. Sept. 1931. (Sejxiratim editum 25. IX. 1931).

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