Csiki Ernő (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 25. (Budapest 1928)
Gerschik, E.: Morphologische Studien an der Zunge einiger Tagraubvögel aus den Gattungen Accipiter, Buteo und Circus
Die Gattung Circus (Taf. 1, Fig. 76—86) hat ebenfalls schlanke Zungenbeinkörper, welche aber in der Breite vorn und hinten keine so grosse Unterschiede, wie Buteo aufweisen. Dies ist auch aus der Abbildung des Zungengerüstes, die SCHUEELDT (1909) von Circus hudsonius gab zu entnehmen. Der Zipfel ist bei der Rohrweihe (Taf. 1, Fig. 7 6) seitwärts eingebuchtet, bei der Steppenweihe (Taf. 1, Fig. 86) mehr gerade abgeschnitten. Dadurch wurde die Insertionsfläche für den M. stylohyoideus vergrössert, der hier bei den Weihen bloss an dieser Stelle sich anheftet, ohne eine zweite Insertion am Anfang des I. Gliedes, wie bei Accipiter und Buteo zu besitzen. Die Rohrweihe hat so lange Stiele wie Mäuseund Rauhfussbussard. Die LäBge des Stieles der Steppenweihe folgt, der Kleinheit des Zungenbeinkörpers gemäss, der Länge des Stieles beim Sperber. Retrachten wird die Ansatzstelle des Stieles am Zungenbeinkörper von hinten, so finden wir sie bei der Gattung Circus eingedrückt, was in solcher Deutlichkeit bei den übrigen 2 Gattungen nicht der Fall ist. Was die Zungenbeinhörner anbelangt, wurde schon oben bemerkt, dass die I. Glieder in ihrer vorderen Hälfte Kanten erkennen lassen, welche mit der Insertion und Lagerung der Muskeln im Zusammenhang stehen. Ausser diesen Kanten kann man aber noch beobachten, das Glied von oben betrachtet, dass die Flächen sich mehr nach innen oder mehr nach aussen neigen. So neigen sich z. B. die Flächen bei der Gattung Accipiter in der vorderen Hälfte mehr nach aussen, bei Buteo mehr nach innen, bei Circus erst eine kurze Strecke nach innen, dann nach aussen. Vergleichen wir die Längen der beiden Zungenbeinhorn- Glieder miteinander, so finden wir die grösste Differenz zwischen I. und 11. Gliede in der Gattung Buteo. wo das I. Glied um 10*5—12'5 i %» länger, als das IL Glied ist. Dann folgen Habicht, wo die Differenz 7*5—11 beträgt, etorques mit 1 on j ml Sperber mit 3 m / m . Die Gattung Circus zeichnet sich neben dein Sperber durch die geringsten Differenzen zwischen I. und II. Gliede aus, welche bei den untersuchten Formen gefunden wurden. Sie betragen bei aeruginosus 4*5 und bei macrourus 2 Die Endepiphyse am II. Gliede kommt in sehr wechselnder Länge vor und ist oft als dünner Knorpelfaden zu beobachten. Die längsten derartigen Epiphysen fand ich in der Gattung Circus. Muskeln. Alle hier in Betracht kommenden Muskeln werden von folgenden 4 Gehirnnerven innerviert : Nervus trigeminus, — facialis, — glossopharyngeus, — hypoglossus.