Csiki Ernő (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 25. (Budapest 1928)

Gerschik, E.: Morphologische Studien an der Zunge einiger Tagraubvögel aus den Gattungen Accipiter, Buteo und Circus

betrachtet wird. Dieses Schaltstück ist aber nicht gelenkig mit den beiden Gliedern verbunden, sondern als Rest des in jungen Lebensstadien knorpe­ligen IL Gliedes zu betrachten, zu dem sich noch die knorpelig bleibende hintere Epiphyse des I. Gliedes gesellen kann. Das I. Glied verknöchert nämlich früher als das II. Nach Beobachtungen, die ich an den bereits erwähnten jungen Mäusebussarden machen konnte, war das II. Glied bei einem Exemplar erst in der Mitte eine kurze Strecke verknöchert, die übrigen Teile noch knorpelig. Beim 2. Exemplar reichte die Verknöcherung bereits bis zur Endepiphyse. "Woraus folgt, dass die Verknöcherung von der Mitte gegen die Endepiphyse schneller fortschreitet, als gegen das I. Glied und gegen letzteres lange Zeit ein knorpeliges Stück erhalten bleibt. Die gleichen Beobachtungen machte ich an jungen Hausenten. Bei Enten der I. Brut ist im Juni das II. Glied oft noch ganz knorpelig oderg es hat die Verknöcherung erst in der geschilde rten Weise ihren Anfan genommen. Jedoch auch bei alten Bussarden, wo man von keinen „Schau­stück" mehr sprechen kann, weil die beiden Glieder eng beieinander liegen, findet man keine Diarthrose, sondern beide Glieder sind auch hier durch Knorpel, ohne Gelenkilächen miteinander verbunden. Das Vorkommen eines ausgedehnteren knorpeligen Schaltstückes können wir also als Zeichen eines jugendlichen Alters bei den betreifenden Vögeln ansprechen. Mit dem Zungenbeinkörper ist nach hinten ein platter Stab, der Stiel (Tafel Fig. 16—86) knochig verbunden, der bei den jungen Mäuse­bussarden jedoch noch eine knorpelige Verbindung mit dem Zungenkörper aufwies. Sein hinteres Ende bleibt immer knorpelig. Die Verknöcherung beginnt auch hier im mittlerem feile. Wir sahen bei der Schilderung der äusseren Struktur der Zunge, dass sich die vordere grössere Hälfte der Nahrungsaufnahme gemäss, zu einem Raspelapparat umgewandelt hat. Demzufolge hat sich auch der im Zungenkörper liegende Zungenkern diesem Bedürfnis angcpasst. Die Spitze muss leicht biegsam sein und so finden wir sie im Zungenkern als einen leichten Knorpelstab, welcher aus der Vereinigung der beiden Spangenspitzen entstanden ist, was uns noch das hier befindliche Loch verrät. Seine beiden knorpeligen Schenkel setzen sich nach hinten in den knöchernen Spangen fort. Diese dünne Spitze würde aber wenig den Anforderungen genügen, die an einen derartigen Raspelapparat billiger Weise gestellt werden dürfen, wenn sie unten nicht die beiden erwähnten Knorpelplatten stützen würden. Dieses Prinzip ist bei allen untersuchten Formen zu verfolgen. In der feineren Ausführung gibt es aber Unterschiede, die sowohl für die betreifende Gattung, wie auch innerhalb derselben für die einzelnen For­men charakteristisch genug erscheinen um taxonomisch verwertet zu werden.

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