Csiki Ernő (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 25. (Budapest 1928)

Pongrácz, S.: Die fossilen Insekten von Ungarn, mit besonderer Berücksichtigung der Entwicklung der europäischen Insekten-Fauna

Diese Grössen Verhältnisse stimmen mit der des wiener Exemplares nicht überein. dennoch ist. es bedenklich, dass die Weibchen meistens grösser sind, als die Männchen, und so ist es leicht möglich, dass es sich in vorliegendem Rest um ein Männchen handelt. In der Sammlung des wiener Geologischen Institutes befindet sich noch ein Bruchstück eines Hinterflügels, von HEER mit dem Namen Oedipoda Partschi bezeichnet. (Fig. 27). Nach näherer Untersuchung konnte ich feststellen, dass es sich hier uni einen Hinterflügelrest handelt, der dieselben Verzweigungen zeigt, wie Galoptenus und Scyllina. Somit ist derselbe wahrscheinlich dieser Art zuzuziehen. Stenobothrus femoralis HEER. (= Gomphocerus femoralis HEER). Insekte n hin na von Oeningen u. Radoboj, 1849. p. 20. F ossilisationszus t a n d : Zwei undeutliche Profilabdrücke auf -Mergelschiefer, die habituell ganz mit der HEER'schen Art überein­stimmen. F u n d ort: Radoboj in Kroatien. Horizont: Unteres Miozän. Ältere Mediterran-Stufe. M a s s a ng ab e n : Länge des Vorderflügels: 15 m j m . Länge vom Kopfende bis zur Spitze der geschlossenen Flügel : 20—-21 m j m . Im Besitze der Königl. Ung. Geol. Anstalt. (Nr. 4, 5.) An beiden Abdrücken sind die Femora ziemlich breit, kurz. Diese Art hat HEER, als Gomphocerus femoralis beschrieben, nach meiner Ansicht aber unrichtig, nachdem die für die Gomphocerus-Arte m charakteristischen Merkmale ganz und garnicht zu erkennen sind. Die Artzugehörigkeit dieser Abdrücke ist übrigens, wie ich aus der Beschrei­bung HEER'S entnehme, nicht klargestellt. Selbst HEER schreibt über diese Art. : „Die sehr dicken Schenkel erinnern auf den ersten Blick an eine Tettix, wogegen aber sogleich der Bau des Thorax spricht. Nach der ganzen Tracht kann wohl nur die Gattung Gomphocerus in Frage kommen, und zwar stimmt das Tier mit kleineren Exemplaren des G. biguttulus CHARP. in Grösse überein, wogegen die Hinlerbeine bedeutend kürzer und im Verhältnis viel dicker sind". Es hätte nach meiner Ansicht viel mehr Berechtigung in diesem Abdrucke Stenobothrus-Arten zu erblicken, deren Artmerkmale aber auf Grund der gegenwärtigen dürftigen Reste kaum festzustellen sind. Somit ist auch die Vorgeschichte dieser Art, so wie die von O. oeningensis in Dunkel gehüllt.

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