Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 22. (Budapest 1925)
Fejérváry, G. J.: Die phyletische Bedeutung des Prähallux und vergleichend-osteologische Notizen über den Anuren-Tarsus
betreffs der richtigen systematischen Determination der untersuchten Individuen ein jeglicher Fehlgriff ausgeschlossen ist. Übrigens dürfte es in Anbetracht der im obigen bereits geschilderten Ethologie von R. esculenta L. s. str. als begreiflich erscheinen, daß der Prähallux dieser kein echt „terrestrisches" Leben führenden Form, welche zugleich den unmittelbaren Ausgangspunkt einer an's Grabgeschäft in höherem Grade angepaßten zeitlichen (also nicht räumlichen) Varietät, var. meridionalis, bildet, 1 aus kinetomechanischen Gründen normalerweise aus einem Stücke besteht. In Erwägung dieses Umstandes erscheint es mir viel wahrscheinlicher, daß die GAUPP'schen Angaben, welche über gegliederte Prähalluces bei Annahme zwingt, daß BOLKAY das Tarsale I. bei seinen Trockenpräparaten einfach nicht gefunden hat, eine Voraussetzung, die ich z. T., d. h. auf Grund der Autopsie eines Teiles des von ihm bearbeiteten Materials, als für bestätigt betrachte. In der diesmal nicht vom Verfasser des soeben besprochenen Aufsatzes selbst gemachten englischen Übersetzung, welche nicht, wie in der „Revue" der „Állattani Közlemények" (Bd. VIII, p. 95) angegeben ward, im VI. Bande der „Ann. Mus. Nat. Hung.", sondern in den „Proc. Washington Acad. Sc." (s. o.) erschien, ist die von mir vorher auf deutsch zitierte Stelle folgendermaßen wiedergegeben (p. 75): „In both species we find the praehallux joined to the tibiale by an intercalated bone, the tibiale being formed by the following principal elements : tarsale praehallucis, centrale and tarsale I." Daß diese absurde Behauptung bloß auf einem Versehen beruht, indem statt „...by an intercalated bone being formed... " zu schreiben, „...by an intercalated bone, the tibiale being formed..." geschrieben wurde, liegt klar auf der Hand, worüber auch die obige deutsche Übersetzung der bezüglichen ungarischen Sentenz genügenden Aufschluß erteilen kann. Ich habe es, meinem Freunde BOLKAY gegenüber, für eine kollegiale Pflicht erachtet, diesen in die Übersetzung hineingeratenen Irrtum, der ihm bei der Revision des englischen Textes oifenbar entgangen ist, hiemit richtiggestellt zu haben. 1 Vgl. G. J. v. FEJÉRVÁRY, Üb. die engeren phylet. Bezieh, d. z. R. esculenta- Gruppe gehör. Formen, Arch. f. Naturg., 87, A, 10. Heft, Berlin 1921, p. 9. — NB. und nachträglicher Zusatz (Febr. 1925): Im zitierten Aufsatze (p. 11) habe ich bereits auf vorliegende Arbeit hingewiesen, und bemerkt, sie solle „nächstens" „im Anatomischen Anzeiger" erscheinen. Da ich aber am Wiener Kongresse von Herrn Prof. Dr. FRITZ DREVERMAXN freundlichst aufgefordert wurde, mein Manuskript der Paläont. Zeitschr. zu überlassen, habe ich mich mit Freuden und Dankbarkeit dazu entschlossen, seinem beehrenden Wunsche nachzukommen, und besagte Abhandlung im Organ der Palaeontologiscben Gesellschaft der Öffentlichkeit vorzulegen, so daß ich in Ann. Mus. Nat. Hung., XX, p, 180, Fußnote 1, diesbezüglich bereits auf die genannte Zeitschrift verwies. Nachdem mein MS. vom Juli 1924 bis Januar 1925 bei Prof. DREVERMANN in Frankfurt a. M. gelegen hatte, erhielt ich von ihm die Nachricht, daß mein Aufsatz wegen Raummangel bloß in verkürzter Form erscheinen könnte, worauf ich denselben natürlich zurücknahm, und Herrn Direktor Dr. G. HORVÁTH zur Veröffentlichung in unseren durch ihn redigierten Annalen übergab. Sowohl Direktor HORVÁTH als auch dem Herrn Generaldirektor des Ungarischen NationalMuseums, Prof. Dr. B. HÓMAX, der auf amtlichem Wege einige Millionen ungarische Kronen zur Förderung der Publikation dieser Schrift gespendet hat, soll hier mein aufrichtigster und verbindlichster Dank ausgesprochen werden.