Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 22. (Budapest 1925)

Sellnick, M.: Milben aus der Sammlung des Ungarischen National-Museums zu Budapest

Tritia decumana (G. L. KOCH). 1836. C. M. A. Deutschlands, 2, 9. (Hoplophora decumana). MICHAEL behauptet im Tierrreich, III. p. 81, 1898, dass Hoplophora decumana C. L. KOCH eine echte Hoploderma sei. (Nomenklatur siehe bei OUDEMANS, Ent, Ber. IV. p. 210, 1915, bei EWING, Ann. Ent, Soc. America, X. p. 125 und in meinen Blättern für Milbenkunde „Acari", Nr. 3, p. 7, 1923). Er bezeichnet infolgedessen BERLESE'S Tritia decumana (A. M. S. 6, 2, 1883) mit dem neuen Namen Phthiracarus bérlései. Ich bin mit OUDEMANS der Ansicht, dass BERLESE'S Art durchaus der KOCH' sehen Beschreibung und Zeichnung entspricht. Ich habe die Art bisher in Deutschland noch nicht finden können. Das vorliegende Material gibt mir nun Gelegenheit, sie zu studieren und ich will versuchen, sie in die Beschreibungen einzureihen, die ich in den „Acari", Nr. 3, von den anderen Arten der Gattung Tritia gab. Tritia decumana (C. L. KOCH) ist braun oder rotbraun. Ueber die Beschaffenheit der Oberfläche kann ich nichts Genaues sagen, da die Exemplare durch die lange Lagerung in Alkohol ihre Oberfläche verändert haben. Das Propodosoma (Céphalothorax) ist jedenfalls im Präparat mit gröberen Stichpunkten bedeckt, am Rande dagegen glatt. Es ist nicht sonderlieh gewölbt. Von oben und hinten gesehen erscheint die Mitte des Propodosomarückens sogar fast eben. Ueber dem Pseudostigmatum sitzt eine gerundete Chitinschuppe. Das pseudostigmatische Organ ist eine ver­hältnismässig kurze und glatte Borste, die gewöhnlich etwas nach vorne biegt, bisweilen aber auch mit der Spitze ein wenig nach oben und hinten gerichtet ist. Die mittleren und seitlichen Borsten des Propodosoma stehen fast in einer Beihe, die etwas vor den Pseudostigmata quer über das Propodosoma geht. Die Entfernung der beiden mittleren von einander ist etwas kleiner als die von den seitlichen Borsten. Die Bostralborsten stellen weiter nach vorne, reichen nur wenig über den Vorderrand hinaus und sind von einander ungefähr soweit entfernt als die mittleren Borsten von einander. Alle Borsten sind glatt, vorwärts gerichtet und dem Propo­dosoma beinahe anliegend oder nur wenig aufwärts weisend. Der Hinter­rand des Propodosoma ist massig breit verstärkt ; einen Scheitelbalkeu sah ich nicht. Der Vorderrand des Hysterosoma (Abdomen) ist in geringer Breite etwas dunkler chitinisiert als der übrige Teil. Das Hinterende ist gerundet. Von oben gesehen erscheint der Körper eiförmig. Ueber die Stellung der Haare bin ich mir nicht völlig klar geworden, da sie meist abgebrochen sind. Die Art wird aber darin nicht von den bisher bekannten abweichen. Die Haare selber sind jedenfalls fast aufrechte, nur wenig rückwärts geneigte, feine, glatte, aber ziemlich lange Borsten. Von der Seite gesehen Annales Musei Nationalis Hungarici. XXJL 20

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