Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 22. (Budapest 1925)

Dudich, E.: Systematische Studien an italienischen Aselliden

Umwälzung der Artsystematik der Gattung Asellus GEOFFR. kann für manche vielleicht als eine Übertreibung, eine Haarspalterei erscheinen, aber DVBOWSKI (3. p. 22, Fussnote) hatte dies schon hervorgesagt und der gründliche Eingriff von E. G. RACOWITZA hat es verwirklicht. Diese Erscheinung steht in der zoologischen Systematik nicht beispiellos. Man soll sich nur der Gattung „Hydra'' erinnern, die unlängst eine ähnliche Umwälzung erfahren hat. Und ich bin überzeugt, dass diese Umwälzung noch von weitem nicht beendigt ist. Die Balkanhalbinsel und die ostmediterrane Inselwelt, die westlichen Teile Asiens sind in dieser Beziehung noch vollkommen unbekannt. Auch die italienische Halbinsel und hauptsächlich die umlie­genden Inseln beherbergen noch ganz gewiss manche Überraschungen. Weitere Forschungen in dieser Beziehung wären um so mehr erwünscht, weil die zukünftigen Entdeckungen nicht nur ein sehr interessantes Material zur Systematik und Phylogenesis der Gattung Asellus GEOEER. selbst liefern, sondern auch äusserst wichtige Angaben und wertvolle Auf­schlüsse über vielgestrittene zoogeographische Fragen, wie die faunistische Besiedlung Süditaliens, Landverbindungen, Tyrrhenisproblem u. s. w. geben können werden. Die einzige unangenehme, bezw. imbequeme Konsequenz dieser systematischen Umwälzung besteht darin, dass man keinen Asellus mehr mit Verachtung als „nur Asellus aquaticus" beiseite schieben darf, sondern jeder Asellus muss in jedem einzelnen Falle genau untersucht und bestimmt werden. Um dies einigermassen zu erleichtern, gebe ich hier die Übersicht der gut bekannten italienischen Asellus-Arten. Asellus GEOFFR. 1764. Neueste Gattungsdiagnose bei RACOVITZA (12. p. 83). Generotypus Asellus aquatacus L. sensu RACOVITZA. Subg. Asellus s. str. (Typus: Asellus aquaticus L. sensu RACOVITZA.) Lacinia interna der ersten Maxille mit vier Zähnchen; Propodit des Peräopodes I. cf mit einer grossen Apophyse; Exopodit des Pleopodes I. cf am Aussenrande eingebuchtet; Endopodit des Pleopodes II. cf an der Basis mit einer Apophyse; Pleopode II. $ rundlich, weit von der Mittel­linie inseriert, aneinanderliegend; Exopodit der Pleopode IV. und V. mit chitinloser Area Tschetwerikoffi. 1. a. Exopodite der Pleopode IV und V ((f) oder nur IV (9) zweigliedrig; die Ober­fläche des Pleopodes II. 9 m it Borsten. A. arthrobranchialis DUDICH. 1. o. Exopodite der Pleopode IV und V ungegliedert; die Oberlläche des Pleopodes II. 9 borstenlos. A. aquaticus L. sensu RACOVITZA.

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