Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 21. (Budapest 1924)

Filarszky, F.: Die Blätter der in die Familie der Gleicheniaceen gehörigen tropischen Frankräuter

desselben noeh unverwendet zuruckbleibt. In jedcm Falle prasentieren solche Gleicheniaeeen-Blatter ein eklatantes Beispiel hierfur, wie die monopodiale Verzweigung zur dichopodialen sich umbildet und nicht umgckehrt wie es POTONIE behauptet. Die Scheinknospen mancher Gleicheniaceen niit vieljahrigen Blattern von unbegrenztem Wachstume werden von manchen Autoren auch fiir Adventivknospen und auch fiir Brutknospen angesehen und die daraus hervorgehenden Blattspindelzweige fiir Adventivsprosse gehalten; gleich­falls eine irrige Auffassung. Die systematische Verteilung, das Ordnen und Bestimmen der zahl­reichen Gleicheniaceen-Arten kann hauptsachlich, ja oft fast nur nach der Form und Ausbitdung der Blalter richtig vorgenommen werden ; eine natiir­liche systematisch durchgefiihrte Gruppierung der Gleicheniaceen-Blatter gewahrt nicht nur einen guten Uberblick iiber dic Vielgestattung derselben, sondern kann auch leichter zur sicherern Bestimmung und richtigen Erkennung der Arten fiihren. Vom ungarischen Texte abweichend fiihrc ich hier nur die dort naher erlauterten Gruppierungshenennungen an, gebe aber die verschiedenen Falle in leicht verstandlichen Formeln wieder. mit deren Hilfe sich auch leicht veranschaulichende Skizzen anfertigen lassen.') Die gut unterscheidbaren 16 Typen der Gleicheniaceen-Blatter lassen sich innerhalb dreier Hauptgruppen folgenderweise verteilen: A) Hoploidoptevyyia. Einfache Fiederblatter. Die zahlreichen erstrangigen Auszweigungen der Spindel sind die Stielchen einfacher Fieder­blattchen oder bei nicht gefiederten sondern nur fiederspaltigen Blattern bilden sie die Scitcnncrven der in Fortsetzung des Blattstieles ats Haupt­oder Mittelnerv in der Blattspreite sich hinziehenden Blattspindel (1. Typus). B) Isopterygia. Aus dichasialen Seitenspindelverzweigungen finger­artig oder fiederartig zusammengesetzte, cymos oder sympodial sich ver­zweigende Blatter ; die dichasialen Spindelverzweigungen letzter Ordnung tragen an ihrem Ende immer zwei gegenstandige gleichartig ausgebildete Fiedern, wahrend die iibrigen Seitenspindeln gleich der Hauptspindel mit einer Scheinknospe enden. 2 ) ') In den Formeln bedeutet: H — Hauptspindel; a, b, c, d,. . = gleichlange oder langerc dichasiale Seitenspindeln 1. 2. 3. 4. .. Ordnung; a\ b\ c', d\.. = kiir/.ere dichasiale Seitenspindeln 1. 2. 3. 4... Orduung; a, y, d, s,.. = Zwergartige Seitenspindeln 1. 2. 3. 4... Ordnuug; 8 = Scheinknospe ; p = letzte, gefiederle Aus­zweigung oder Fiederblattchen; p = unpaariges Fiedcrblattchen oder Fiederteil; (i) = innere-, l. = linksseitige- und r. = rechtsseitige Auszweigung; ., —" wiederholte Ver­zweigung der Hauptspindei; „+" wiederholte Verzweigung dcr Seitenspindeln. *) Letztere, wie auch dic Fiedern an dem Endc der letztrangigen Seitenspindeln jedweder Verzweigung sind in den Formeln, als selbstverstandlich nicht tiherall auf­genommen,

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