Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 21. (Budapest 1924)

Filarszky, F.: Die Blätter der in die Familie der Gleicheniaceen gehörigen tropischen Frankräuter

zweier kraftigen, langeren oder kiirzeren oder nur zwergartigen gegen­standigen Spindelasten entweder in eine zur Ruhe kehrende Scheinknospe (niehl Knospe!) oder selzt sich bei Weiterentwicklung derselben in eine lange kraftige Blattspindel fort, an welcher periodisch neuerdings gegenstandige Seitenspindelpaare erster Ordnung auftreten konnen, so dass in diesem Falle paarig frederartig zusamrnengesetzte Blatter entstehen. In beiden Fallen folgen zumeist die Seitenspindeln erster Ordnung der Verzweigungsweise der Hauptspindel und enden gleichfalls entweder in einer zur Ruhe kehrenden oder periodisch sich weiterentwickelnden end­standigen Scheinknospe. Diese karm sich nun, wo eben solche auftreten, auch an den Spindelasten 2—3. Ordnung wiederholen. Die letztrangigen, d, h. die sich tricht mehr dichasial vcrzweigenden Spindelastchen sind immer fiederig geteilt, sie bilderr entweder die Hauptrippe einer reich frederspaltigen Blattchenspreite oder die Hauptrippe eines frederartig zusammengezctzten Blattchens. Zwischen den beiden gegenstandigen letzt­rangigen Spindelastchen kommt zumeist eine endstiindige Scheinknospe nicht nrehr zur Entwickelung oder eine solche ist nur angedeutel : iu ersterem Falle konnte nian diese letzte Verzweigung auch als dichopodiale Verzweigung ansehen, wofern auch die Entwickelungsweise der beiden gegenstandigerr fiederigen Blattchen am Vegetationskegel dafiir spraehe : diesbeziiglich fehlen jedoch noch nahere mikroskopische Untersuchungcn. Nun kommt aber an den Blattern mancher Gleicheniaceen-Arten auch vvirklichc dichotonrische Verzwcigung vor und zwar an solchen zusammengesetzten Blattern, an welchen die dichasialen Verzweigungen ersten Ranges und auch hoherer Orxlnung nur s.mr zwergartig zur Ent­vvickelung gelarrgen und diese an ihrem Ende sich wirklich dichotom vcrzweigen, ein reichlich fiederartig zusarnnrengesetztes oder fiederspal­tiges Blattchen und einen gegenstandigen, kriiltigeren Spindelzweig bildcn, welch lctzterer an seinem Ende wieder zwei dichasiale, gegenstandigc, ^lcichgrosse zwergartige Spindelastchen entwickelt. An letzterem folgt die weitere Auszweigung wieder auf gleiche, also dichopodiale Weise, wie an den zwergartigen Spindelastchen erster Ordnung und so fort. In dieseni Falle wechselt also in denr Verzweigungssysteme des ganzen zuzamrnen­gesetzten GJcicheniaceen-Blattes eine monopodiale (dichasiale) Verzweigung regehnassig mit einer dichopodialen Verzweigung ab. Auch die zwergartigen Verzweigrmgen letzter Ordnrmg entwickein an ihrem Ende auf dichopodialc Weise zwei gegenstandige ungleichartige Endvcrzweigungen, namlicb ein fieder-artig geschnittenes Teilblaltchen und ein grosseres fiederartig zusanunengesetztcs oder reichliclr fiederspaitiges Blattcherr, soliirrr an Stelle des letztertin nicht noeh ein kraftigerer, letztrangigcr Spindclzweig entsteht.

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