Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 21. (Budapest 1924)
Stach, J.: Eine alte Reliktenform in der heutigen Apterygoten-Fauna von Malta, zugleich über einige Collembolen von dieser Insel und aus Tunis
selben. Die antarktischen Regionen scheinen also heutzutage fur die Gattung Triacanthdla oin Territorium des haufigsten Vorkommens zu bilden. Ras Vorkommen verschiedener miteinander verwandten Formen derselben Gattung in den subantarktisehen Regionen Siidamerikas und Neuseelands ware nacli der fasl allgcmein gultigen Vorstellung der Existenz eines grossen antarktischen Konlinents im Mesozoikum, der durch Landbriicken mit Australien und Siidamcrika, vielleichl auch mit Siidafrika verbunden war und so cine Briicke fiir einen Austausch der Tiere und Pflanzen zwischen diesen Erdteilen gebildet hat, vcrstandlich. So haben z. B. ENGLER und letztens SKOTTSRERG ;! ") etwa 30 Pflanzen-Arten aufgezahlt, die fiir die jetzige Flora Neuseelands und. Patagoniens gemeinsam sind. Die Vcrbindung der Antarklis mit Siidamerika hat in der Tertiarzcil (Untereocan) wahrscheinlich noch bestanden, auch vielleicht noch mit Neuseeland, dagegen vom Anfang der Tertiarzeit nicht mehr mit Australien und Afrika. Wenn wir annehmen, dass die Gattung TfiaeantheUa heute subantarktiseh nur in Patagonien, im Feuerland und auf den siidlich von Neuseeland gelegenen Inseln verbreitet ist und in Australien und Afrika nicht vorkommt, so miissen wir auch annehmcn, dass die Verbreitung dieser Gattung in dcn erwalmten Landern im Untereocan vor sich gehen musste, wabrend welcher Zeit diese Liinder mit der Antarktis noch in Verbindung standcn. aber nichl mehr mit Aiistraiien und Afrika; aber auch nicht spater, denn im Obereocan sind schon alle Verbindungen niit der Antarktis zerrissen. Ist die Verbreitung der Gattung Triaeanthella in den subantarktischen Begionen unter Voraussetzung eines antarktischen, durch Briicken mit anderen Erdteilen verbundenen Konlinents leicht verstandlich, so ist das Vorkommen eines Vertreters dieser Gattung auf Malta, eines so wcit von der Antarktis cntfernten Ortes seltr schwer zu crklaren. Dic bequemste Losung diescr schwierigen Frage ware anzunehmen, TriacantheUa Biroi wftre eine nach Malta verschleppte und dort nachher imigeanderle Form. Diese Losung ist jedoch nur scheinbar obne keinen Einwand. Ware die auf Malta vorkommende Art mit einer von den subantarktischen identisch. so konnte man vermuten, dass sie mittels Schiffe, die von diesen Regionen durch den Suezkanal nach Malta kamen, verschleppt wurde, obwohl der Schiffsverkehr vom Feuerland und Patagonien iiber den Stillen und Indischen Ozcan nach Malta nur sehr beschrankt sein muss und fiir die iiber den Atlantischen Ozean segclnden Schiffe Malta keine Haltestelle bilden kann. TriaeantheUa Biroi ist jedoch ohne jeden Zweife] keine identische, sondern de.n subantarktischen Arten