Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 19. (Budapest 1922)
Stach, J.: Apterygoten aus dem nordwestlichen Ungarn
APTERYGOTEN AUS UNGARN. 37 ziemlich schwach entwickelt") ; endlich sind bei unseren Tieren die Hüften aller Beinpaare dunkel gefärbt und nicht die Seitenteile des Körpers wie das LIE-PETTERSEN angibt : „Thorax II und III so wie Abdomen I haben in der Begel an den Seiten eine dunkelbraune oder violette Pigmentierung.") Ich habe diese Art ziemlich zahlreich auf Pilzen und an grasigen Stellen, sowie unter der losen, trockenen Binde von Baumstümpfen in den Akazienhainen in Dobó-Berekalja und Sándorkó gesammelt. Sie ist bis jetzt fasi aus ganz Europa (Frankreich, Schweiz, Italien, England, Norwegen, Polen, Böhmen, Ungarn) und Tunis (nach PARONA) bekannt. * 33. Lepidocyrtus paradoxus UZEL. Diese auch durch ihr stark hervorragendes Mesonotum ausgezeichnete Art unterscheidet sich auf den ersten Blick von der vorhergehenden durch die violette Farbe des Körpers. Zur guten, von ihrem Entdecker UZEL (42) gegebenen Beschreibung dieser Art kann ich noch einziges hinzufügen. Die auf dem Kopie befindliche weisse winkelförmige Binde ist bei einigen, besonders dicht mit bräunlichen Schuppen bedeckten Individuen nicht so auffallend und bräunlich. Die Beine sind nicht im ganzen weiss — wie das UZEL schreibt — sondern ihre Hüften sind stets, wie der ganze Körper violett gefärbt und manchmal sind auch die Dentes im basalen Teil violett pigmentiert. Die Klaue ist ähnlich gebildet wie bei der vorigen Art, also mit Proximalzähnen und mit einem fast ebenso starken Distalzahn, ausserdem seitlich mit grossen Lateralzähnen. Empodialanhang schmal, lanzettlich, spitzig, zuweilen an der Aussenlamelle mit 2—3 feinen Sägezähnchen. Diese Art ist im ganzen von mir durchforschten Gebiete die gemeinste von allen Lepidocyrtus-Arten und man konnte sie beim Streifen an grasigen Stellen sowohl in der Nähe von menschlichen Wohnungen, als auch auf Feldern und in Hainen stets in grosser Anzahl sammeln. Sie ist bis jetzt grösstenteils aus Mitteleuropa (Deutschland, Schweiz, Böhmen, Oesterreich, Polen, Ungarn, Bumänien) bekannt. Sie wurde jedoch auch im Norwegen und Finland vereinzelt gefunden, soll aber dort — nach LINNANIEMI'S Ansicht — vermutlich nur mit Kaufmannswaaren eingeschleppt zu sein. * * 34. Sira corticalis CARL. Diese der Entomobrya corticalis (Nie.) auf den ersten Blick täuschend ähnliche Form scheint in der Umgebung von Dobó-Berekalja stets in derselben Zeichnung vorzukommen, denn ich konnte bei keinem von den von mir an verschiedenen Stellen gesammelten Exemplaren irgend welchen